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Fünf Ziegelstapel: Die Khandhas als Bürde und Pfad

Fünf Ziegelstapel

Summary:

Fünf Ziegelstapel

Die Khandhas als Bürde und Pfad

von

Ehrwürdigen Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Samana Johann

Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden

Alternative Formate: Ein Druckversion finden sie in dem Buch: Das Karma von Fragen.

Des Buddhas Erwachen gab ihm, unter andere Dingen, eine neue Perspektive über die Nutzbarkeit und Einschränkung von Worten. Er hat eine Realität, das Todlose, entdeckt, welches durch Worte nicht beschrieben werden konnte. Zur selben Zeit entdeckte er, daß der Pfad zum Erwachen, ausgedrückt werden könnte, auch wenn es eine neue Art des Betrachtens und Denkmodells über das Problem von Leiden und Streß erfordern würde. Weil gewöhnliche Konzepte oft ein armseliges Werkzeug für das Lehren des Pfads waren, müßte er neue Denkweisen einführen, und die bestehenden Worte dehnen, um diese Konzepte zu umfassen, sodaß auch andere das Erwachen selbst schmecken könnten.

Eines der neuen Konzepte, sehr zentral in seinen Lehren, war das der Khandhas, welche zumeist als „Aggregate (Ansammlungen)“ ins Deutsche übersetzt werden. Vor dem Buddha, hatte das Pali-Wort Khandha eine sehr gewöhnliche Bedeutung: Ein Khandha könnte ein Haufen, ein Bündel, eine Masse, sein. Es könnte auch der Stamm eines Baumes sein. In seiner ersten Zeremonie gab der Buddha ihm jedoch eine neue, psychologische Bedeutung, und stellte den Begriff „Festhalte-Khandhas“ vor, um seine Untersuchung der Wahrheit von Streß und Leiden aufzuzählen. Durch seine gesamte verbleibende Lehrerlaufbahn, bezog er sich wieder und wieder auf diese psychologischen Khandhas. Deren Wichtigkeit in seinen Lehren, war daher öffenkundig für jede Generation von Buddhisten, seit je her. Weniger offenkundig war jedoch die Angelegenheit wie diese wichtig waren: Wie sollte ein Meditierender das Konzept über die psychologischen Khandhas nutzen? Um welche Fragen zu beantworten, waren sie vorgesehen?

Die üblichste Erwiderung dieser Fragen, ist am besten durch zwei gegenwärtige Gelehrtenbücher, dem Thema gewidmet, veranschaulicht. Beide behandeln die Khandhas als des Buddhas Antwort zu der Frage: „Was ist eine Person?“ Um von dem Einband des ersten zu zitieren:

      "Wenn Buddhismus ein permanentes Selbst verneint, wie nimmt es Identität wahr?... Was wir übereinkünftig als eine 'Person' beschreiben, kann in Begriffen von fünf Ansammlungen verstanden werden, die Aufzählung, welche nicht als eine permanente Eigenheit genommen werden muß, nachdem Lebewesen nichts als eine Vermengung von stets sich ändernden Erscheinungen sind... Ohne ein völliges Verständnis dieser fünf Ansammlungen, können wir den Befreiungsablauf in der Tat, innerhalb eines Individuums, nicht erfassen, welches, Alles in Allem, einfach eine Vermengung von diesen fünf Ansammlungen ist."

Von der Einleitung des anderen:

      "Die dritte Schlüssellehre, wird von Buddha im Zusammenhang gegeben, wenn er über die individuelle Identität gefragt wird: wenn Leute wissen wollen 'was bin ich?', 'was ist mein //wahres// ich?' Der Buddha sagt, daß Individualität in Begriffen eine Kombinationen von Erscheinungen verstanden werden sollte, welche aufkommen, das physische und mentale Kontinuum eines individuellen Lebens zu formen. In solch einem Zusammenhang, wird ein menschliches Wesen, in fünf Bestandteilen, den //Pañcakkhandha// [fünf Aggregate], untersucht."

Dieses Verständnis der Khandhas ist nicht nur auf Gelehrte eingeschränkt. Nahezu jeder moderne buddhistische Lehrer würde die Khandhas in ähnlicher Weise erklären. Und es ist keine neuzeitliche Neuerung. Es wurde zuerst zu Beginn der Zeit der Kommentare zum frühen buddhistischen Kanon angeregt, in denen der Theravadins und der Sarvastivadins, welche die Grundlage für Mahayana Lehrtum formten.

Doch wie die Kommentare einmal die Khandhas benutzten, um zu beschreiben was eine Person ist, brachten sie viele der Meinungssteitigkeiten auf, die buddhistisches Denken seit jeher plagte: „Wenn eine Person nur Khandhas ist, was wird dann geboren?“ „Wenn eine Person nur Khandhas ist, und Khandhas, mit den Erreichen von Nibbana ausgelöscht werden, ist dann Nibbana nicht die Auslöschung einer Person?“ „Wenn eine Person Khandhas ist, und Khandhas gegensätzlich abhängig von einander sind, wie kann eine Person Nibbana, ohne alle anderen mitzuschleppen, erlangen?“

Ein großer Teil der Geschichte der Buddhisten Gedanken, war die Wiedergabe von ausgeklügelten aber erfolglosen Versuchen, diese Fragen zu schlichten. Es ist jedoch aufschlußreich zu bemerken, daß der Pali-Kanon niemals den Buddha zitiert, dieses beantworten zu wollen. Tatsächlich zitiert es ihn niemals beschreibend was eine Person ist. Anstelle zitiert er ihn sagend, daß sich auf irgend eine Weise selbst zu beschreiben bedeutet, sich selbst einzuschränken, und das die Frage „Was bin Ich?“ am Besten ignoriert wird. Dieses unterbreitet, daß er das Konzept der Khandhas formuliert hat, um andere, davon abweichende Fragen zu beantworten. Wenn wir, als Meditierende, den besten Nutzen aus diesem Konzept ziehen wollen, sollten wir darauf blicken, was diese ursprünglichen Fragen waren, und untersuchen, wie diese zu unserer Ausübung passen.

Der Kanon schildert den Buddha sagend, daß er nur zwei Themen lehrte: Leiden und das Ende von Leiden (SN 22.86). Eine Begutachten der Pali-Lehren zeigt ihn das Konzept der Khandhas, für das Beantworten von vorrangigen Fragen im Bezug auf diese Themen, zu benutzen: Was ist Leiden? Wie ist es verursacht? Was kann getan werden, um diese Ursachen zu einem Ende zu bringen?

Der Buddhas stellte das Konzept der Khandhas in seiner ersten Zeremonie, als Erwiderung auf die erste dieser Fragen, vor. Seine kurze Beschreibung von Leiden war „die fünf Festhalte-Khandhas“. Die äußerst kryptische Phrase kann, mit dem Schwenk auf andere Abschnitte im Kanon, herausgearbeitet werden.

Die fünf Khandhas sind Bündel oder Haufen aus Form, Gefühl, Vorstellung, Gestaltungen und Bewußtsein. Keiner der Texte erklärt, warum der Buddha das Wort Khandha benutze, um diese Dinge zu beschreiben. Die Bedeutung eines „Baumstammes“ mag bedeutend, für das durchdringende Feuerbildnis im Kanons, sein, Nibbana, das Erlöschen des Feuers von Begehren, Ablehnung und Verwirrung, doch keiner der Texte stellte diese Verbindung ausdrücklich auf. Das allgemeine und ausgedrückte Bildnis der Khandhas ist mühevoll zu sein (SN 22.22). Wir können von Ihnen als Stapel von Ziegel denken, die wir auf den Schultern tragen. Doch sind diese Stapel am Besten nicht als Gegenstände, sonder als Tätigkeiten verstanden, denn ein Abschnitt (SN 22.79) beschreibt sie in Begriffen derer Funktionen. Form, welches körperliche Erscheinungen aller Art abdeckt, innerhalb wie auch außerhalb des Körpers, nützt sich ab oder „ent-formt“. Gefühle fühlen Wohl, Weh und weder Wohl noch Weh. Vorstellungen teilen Gegenstände ein oder bezeichnen sie. Bewußtsein nimmt die sechs Sinne (erweitert um den Verstand als den sechsten), zusammen mit deren Gegenständen, war. Von den fünf Khandhas, ist Gestaltung das Zusammenhängendste. Abschnitte im Kanon beschreiben es als Absicht, doch es schließt eine breite Vielfalt von Handlungen, so wie Aufmerksamkeit, Erwägung und alle aktiven Abläufe des Geistes, ein. Es ist auch das grundlegendste Khandha, den seine beabsichtigte Handlung unterliegt der Erfahrung von Form, Gefühl, usw., im gegenwärtigen Moment.

So ist Absicht ein beinhaltender Anteil unserer Erfahrung von all den Khandhas, ein wichtiger Punkt, denn dieses bedeutet, daß da ein Element von Absicht in allem Leiden ist. Dieses eröffnet die Möglichkeit, daß Leiden mit den Ändern unserer Absichten, oder mit gänzlichem Ablegen derer, beendet werden kann, welches genau der Punkt von Buddhas Lehren ist.

Zu verstehen wie dieses passiert, müssen wir uns etwas näher ansehen, wie Leiden aufkommt, oder mit anderen Worten, wie Khandhas zu Festhalte-Khandhas werden.

Wenn Khandhas erfahren werden, stoppt der Ablauf des Gestaltens normalerweise genau da. Wenn Aufmerksamkeit sich auf der Khandhas ansehnliche Bestückungen konzentriert, schöne Formen, angenehme Gefühle, usw., kann es Begehren und Erfreuen aufkommen lassen. Dieses Begehren und Erfreuen, kann viele Formen annehmen, aber die Beständigste ist der gewöhnheitsgemäße Akt der Gestaltung seines Sinnes von ich oder mein, sich mit einem bestimmten Khandha (oder einem Set von Khandhas) zu identifizieren, oder Besitz darüber zu beanspruchen.

Dieser Sinn von ich und mein ist selten statisch. Er schlendert wie eine Amöbe, seinen Umriss ändernd, wie er seinen Aufenthalt verändert. Manchmal ausdehnend, manchmal zusammenziehend, kann er sich selbst als identisch mit den Khandhas sehen, als Khandhas besitzend, oder ein Khandha, in sich selbst bestehend, habend (siehe SN 22.85). Zu Zeiten endlich, zu anderen Zeiten unendlich fühlend, was immer Gestalt es annimmt, ist er immer unstabil und unsicher, denn die Khandhas, die mit der Nahrung versorgen, sind einfach Handlungen und Funktionen, unbeständig und substanzlos. In den Worten des Kanons, sind die Khandhas wie Schaum, ein Trugbild, wie Blasen, von fallenden Regen auf dem Wasser geformt (SN 22.95). Sie sind nur deshalb schwer, weil des eisernen Griffes, zu versuchen an ihnen festzuhalten mühevoll ist. Solange wir süchtig am Begehren und Erfreuen an diesen Handlungen sind, solange wir an diesen festhalten, sind wir an Leiden gebunden.

Die buddhistische Aufwartung, um dieses Festhalten zu beenden, ist jedoch nicht einfach sie fallen zu lassen. Wie mit jeder Sucht, muß der Geist stufenweise entwöhnt werden. Bevor wir den Punkt keiner Absicht erreichen, an dem wir völlig frei von der Gestaltung von Khandhas sind, müssen wir unsere Absichten gegenüber den Khandhas so verändern, indem wir deren Funktion verändern. Anstelle um sie für den Zweck des Erzeugens eines Selbst verwenden, nutzen wir sie, um den Pfad zum Ende des Leidens zu erzeugen. Anstelle die Stapel an Ziegel auf unseren Schultern zu tragen, nehmen wir sie herunter und legen sie auf den Boden als Pflaster aus.

Der erste Schritt in diesem Ablauf, ist die Khandhas zu verwenden, um die Faktoren des Noblen Achtfachen Pfades zu herzustellen. Zum Beispiel Rechte Konzentration: Wir erhalten eine standfeste Vorstellung, gesammelt auf einen Aspekt von Form, aufrecht, so wie etwa den Atem, und benutzen Gedanke und Erwägung, was als Gestaltung zählt, um Gefühle von Wohl und Erfrischung zu erzeugen, welche wir durch den Körper senden. Zu Beginn ist es normal, daß wir Begehren und Erfreuen für diese Gefühle erfahren, und das Bewußtsein im Einklang mit diesem folgt. Dieses hilft uns vertieft, in das Meistern dieses Geschickes der Konzentration, zu kommen.

So wie wir einmal einen Sinn von Kraft und Wohlsein, das aus dem Meistern dieses Geschickes kommt, gewonnen haben, können wir zum zweiten Schritt vorwärts schreiten: Sich den Nachteilen, von selbst verfeinerten Khandhas, die wir in der Konzentration erfahren, zu widmen, um so das Begehren und Erfreuen, das wir über sie fühlen mögen, abschneiden zu können:

„Angenommen ein Bogenschütze, oder eines Bogenschützes Lehrling, wäre daran, an einer Strohpuppe zu üben, oder an einem Haufen von Lehm. Nach einer Weile wurde er so, fähig werden, auf weite Entfernungen zu schießen, treffende Schüsse in zügiger Abfolge tun und kräftige Massen zu durchbohren. In der selben Weise, ist da der Fall, daß ein Bhikkhu… in das erste Jhana eintritt und verweilt: Verzücken und Wohl, geboren aus Rückzug, begleitet von gerichteten Gedanken und Erwägungen. Er betrachtet, was immer da für Erscheinungen, verbunden mit Form, Gefühl, Vorstellung, Gestaltungen und Bewußtsein sind, als unbeständig, streßvoll, eine Krankheit, ein Krebs, ein Pfeil, schmerzvoll, ein Gebrechen, fremd, ein Fäulnis, eine Leere, Nicht-Selbst. [Gleich mit anderen Ebenen von Jhana]“ AN 9.36

Die vielfältigen Wege Nichtbegehren zu fördern, sind auch Khandhas, Khandhas der Vorstellung. Eine Standardliste enthält folgende: die Vorstellung von Unbeständigkeit, die Vorstellung von Nicht-Selbst, die Vorstellung vom Unschönen, die Vorstellung von Nachteilen (die Krankheiten, für die der Körper Gegenstand ist), die Vorstellung des Ablegens, die Vorstellung des Widerwillens für jede Welt, die Vorstellung der Unerwünschtheit aller Gestaltungen (AN 10.60). Eine der wichtigsten dieser Vorstellungen ist die von Nichtselbst. Als der Buddha das Konzept von Nichtselbst, in seiner zweiten Zeremonie (SN 22.59), vorstellte, stellte er auch einen Weg des Stärkens seiner Auswirkung, mit einer Reihe von Fragen, rund um die Khandhas begründet, vor. Sich jedem Khandha annehmend, fragte er: „Ist es beständig oder unbeständig?“ Unbeständig. „Und ist das was unbeständig ist, streßreich oder angenehm?“ Streßreich. „Und ist es passend, daß was unbeständig, streßreich und Gegenstand der Veränderung ist als 'Dieses bin ich. Dieses ist mein Selbst. Dieses ist was ich bin.' anzusehen?“ Nein.

Diese Fragen zeigen die komplexe Rolle der Khandhas, die sie auf der zweiten Stufe des Pfades spielen. Die Fragen selbst sind Khandhas, der Gestaltung, und sie benutzen das Konzept der Khandhas, um jedes Begehren und Erfreuen, das sich auf den Khandhas sammeln und Leiden erzeugen, zu zerlegen. So verwenden wir, auf dieser Stufe, die Khandhas, um die Nachteile der Khandhas aufzeigen.

Doch wenn ungeschickt verwendet, können diese Vorstellungen und Gestaltungen einfach Begehren mit seinem Spiegelbild, Ablehnung, ersetzen. Das ist warum diese auf dem ersten Schritt gegründet werden müssen, das Wohlsein erzeugt in Jhanas, und verknüpft mit dem dritten Schritt, die Vorstellung von Nichtbegehren und Beendigung, das den Geist dann zum Todlosen neigt: „Dieser Friede ist auserlesen, die Auflösung aller Gestaltungen, das Erlöschen von allen Anschaffungen, das Enden von Verlangen, Nichtbegehren, Ungebundenheit“ (AN 9.76). Als Auswirkung, sind es diese Vorstellungs-Khandhas, die dem Geist, über alle Khandhas hinaus, Weg weisen.

Die Texte sagen, daß dieser Dreischritteablauf zu einem von zwei Ergebnissen führen kann. Wenn, nach dem Abschneiden von Begehren und Erfreuen für die Khandhas, der Geist irgend ein restliches Begehren für die Vorstellung der Todlosigkeit enthält, wird er die dritte Ebene des Erwachens, Nichtwiederkehr genannt, erlangen. Wenn Begehren und Erfreuen gänzlich ausgelöscht sind, so alles Festhalten gänzlich abgelegt ist, sind die Absichten, Khandhas zu gestalten, fallen gelassen, und der Geist völlig befreit. Die Ziegel der Pflasterung haben sich in einen Piste verwandelt, und der Geist ist abgehoben.

Wohin? Die Autoren der Lehrreden scheinen Unwillig zu sein, es selbst in dem Ausmaß, es als einen Zustand der Existenz, Nichtexistenz, weder oder beides, zu beschreiben. So wie eine der Lehrreden aussagt, liegt Freiheit die über den Khandhas hinaus liegt, hinter dem Reich für welches Sprache passend verwendet wird. (DN 15; siehe auch AN 4.174). Da ist auch ein wirklich praktisches Problem, daß jeder vorgefaßte Gedanke von dieser Freiheit, wenn sich an ein Vorstellungs-Khandha festklammernd, leicht als ein Hindernis, es zu erreichen, handeln kann. Doch ist da auch die Möglichkeit, daß wenn angemessen verwendet, solch ein Vorstellungs-Khandha als Hilfe für den Pfad wirken kann. So enthalten die Lehrreden Andeutungen, in Form von Gleichnissen, die sich auf völlige Freiheit beziehen:

Das Ungestaltene, das Ende, das Abfußlose, das Wahre, das Darüberhinaus, das Subtile, das Schwerzusehnde, das Alterlose, Beständigkeit, Nichtvergehende, das Bestückungslose, Nichtausführende, Friede, das Todlose, das Auserlesene, Wonne, Trost, die Erschöpfung von Verlangen, das Wunderhafte, das Zauberhafte, das Sichere, Sicherheit, Ungebundenheit, das Ungeplagte, das Begierdelose, das Reine, Befreiung, Nichtanhaften, die Insel, der Schutzraum, Hafen, Zuflucht, das Äußerste. SN 43.1-44

Andere Abschnitte erwähnen ein Bewußtsein in dieser Freiheit, „ohne Ausstattung oder Oberfläche, ohne Ende, strahlend rundherum“, außerhalb von Zeit und Raum liegend, erfahren, wenn die sechs Sinnessphären zu wirken aufhören (MN 49). In dieser Weise unterscheidet es sich von dem Bewußtseins-Khandha, welches von der Sechssinnessphäre abhängt, und in solchen Begriffen wie nahe oder fern, vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, beschrieben werden. Bewußtsein ohne Ausstattung ist so mit das Bewußtsein des Erwachens. Und die Freiheit dieses Bewußtseins trägt sich weiter, selbst wenn die erwachte Person zu gewöhnlichem Bewußtsein zurückkehrt. So wie der Buddha von sich selbst sagte:

„Befreit, getrennt und losgelöst von Form, verweilt der Tathagata mit uneingeschränktem Bewußtsein. Befreit, getrennt und losgelöst von Gefühl… Befreit, getrennt und losgelöst von Vorstellung… Befreit, getrennt und losgelöst von Gestaltung… Befreit, getrennt und losgelöst von Bewußtsein… Befreit, getrennt und losgelöst von Geburt… Befreit, getrennt und losgelöst von Altern… Befreit, getrennt und losgelöst von Tod… Befreit, getrennt und losgelöst von Streß… Befreit, getrennt und losgelöst von Veruntrübung, verweilt der Tathagata mit uneingeschränktem Bewußtsein.“ AN 10.81

Dieses zeigt abermals die Wichtigkeit, die passenden Fragen an die Lehren über die Khandhas zu stellen. Wenn Sie sie nutzen, um sich zu beschreiben was Sie als Person sind, binden Sie sich selbst zwecklos nieder. Die Fragen bleiben dabei sich aufzustapeln. Aber wenn Sie sie nutzen, um dem Leiden eine Ende zu machen, fallen Ihre Fragen stets weg, und Sie sind frei. Sie halten nie wieder an den Khandhas fest, und dann ist kein Gebrauch mehr, um sie für das Beenden des selbsterzeugen Leiden zu nutzen. Solange Sie noch am leben sind, können Sie die Khandhas so verwenden, wie sie für geschickte Zwecke nützlich erscheinen. Danach sind sie von allem Nutzen und Gebrauch befreit, beinhaltend den Bedarf Worte zu finden, um diese Freiheit sich selbst oder anderen zu beschreiben.

Siehe auch: "Die fünf Ansammlungen" (Studienführer)


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de/lib/authors/thanissaro/khandha.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/30 13:23 von Johann