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de:tipitaka:sut:an:an06:an06.055.than

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Sona Sutta

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Title: Sona Sutta: Über Sona

Summary: In diesem berühmten Sutta, erklärt der Buddha dem Ehrw. Sona, daß die Balance der eigenen Anstrengung in der Meditation, wie das Stimmen eines Musikinstumentes ist.

AN 6.55

PTS: A iii 374

Sona Sutta: Über Sona

übersetzt aus dem Pali von

Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Samana Johann

Alternative Übersetzung: letter.jpg

<docinfo_head_end>

Ich habe gehört, daß der Befreite zu einem Anlaß nahe Rajagaha, auf dem Berg Geierspitze, verweilte. Und zu dieser Begebenheit, verweilte auch der Ehrw. Sona, nahe Rajagaha, im Kühlen Wald. Dann, als der Ehrw. Sona in Zurückgezogenheit meditierte [nachdem er Gehmeditation tat, bis die Haut seiner Sohlen brach und blutete], kam diese Reihe von Gedanken in seinem Wesen auf: „Von des Befreiten Schülern, deren Beharrlichkeit aufgekommen ist, bin ich einer, aber mein Geist ist nicht von den Gärungen durch Abwesenheit von Festhalten/Unterhalt befreit. Nun, meine Familie hat genug Wohlstand, sodaß es möglich wäre Wohlstand zu genießen und Verdienste zu tun. Was wäre, wenn ich der Ausübung ableugnen, zum niedrigeren Leben zurückkehren, Wohlstand genießen und Verdienste tun würde?“

Dann verschwand der Befreite, sowie er mit seinem Wesen, die Reihe von Gedanken in des Ehrw. Sonas Wesen wahrnahm, gleich ein starker Mann, der seinen gebeugten Arm ausstrecken, oder seinen ausgestreckten beugen würde, vom Berg Geierspitze und erschien im Kühlen Wald, direkt vor dem Ehrw. Sona und setzte sich auf einen gerichteten Sitz. Der Ehrw. Sona, nach dem er sich vor dem Befreiten verneigt hatte, setzte sich an eine Seite. Als er dort saß, sagte der Befreite zu ihm: „Gerade jetzt, als Ihr in Zurückgezogenheit meditiert habt, kam da nicht diese Reihe an Gedanken in Eurem Wesen: 'Von des Befreiten Schülern, deren Beharrlichkeit aufgekommen ist, bin ich einer, aber mein Geist ist nicht von den Gärungen durch Abwesenheit von Festhalten/Unterhalt befreit… Was wäre wenn ich der Ausübung ableugnen, zum niedrigeren Leben zurückkehren, Wohlstand genießen und Verdienste tun würde?', auf?“

„Ja, Herr.“

„Nun was denkt Ihr, Sona. Zuvor, als Ihr ein Im-Hause-Verweilender wart, wart Ihr da geschickt im Spielen der Vina?“

„Ja, Herr.“

„Und was denkt Ihr: Wenn die Saiten Eurer Vina zu straff waren, war da Eure Vina gestimmt und bespielbar?“

„Nein, Herr.“

„Und was denkt Ihr: Wenn die Saiten Eurer Vina, zu lose waren, war da Eure Vina gestimmt und bespielbar?“

„Nein, Herr.“

„Und was denkt Ihr: Wenn die Saiten Eurer Vina, weder zu straff noch zu lose waren, jedoch stimmig,(1) um passend auf der Tonlage zu sein, war Eure Vina da gestimmt und bespielbar?“

„Ja, Herr.“

„In selber Weise, Sona, führt überaufgekommene Beharrlichkeit zu Rastlosigkeit, übervernachlässigte Beharrlichkeit zu Faulheit. So solltet Ihr die rechte Tonlage für Eure Behaarlichkeit erkunden, die Tonlage, mit den [fünf] Fähigkeiten [auf dieses] abgestimmen(2), und dort Euer Thema aufnehmen.“

„Ja, Herr“, antwortete der Ehrw. Sona dem Befreiten. Dann, dem Ehrw. Sona diese Ermahnung gegeben, verschwand der Befreite, gleich als ob ein starker Mann, seinen gebeugten Arm ausstrecken, oder seinen gestreckten beugen würde, vom Kühlen Wald und erschien auf dem Berg Geierspitze.

Nach dem eben, erkundete der Ehrw. Sona die passende Tonlage für seine Beharrlichkeit, stimmte die Tonlage der [fünf] Fähigkeiten [auf dieses] ab, und nahm dort sein Thema auf. Alleine verweilend, zurückgezogen, gewissenhaft, begeistert und entschlossen, erreichte und verweilte er, nach nicht langer Zeit, im höchsten Ziel des heiligen Lebens, für das Stammesmitglieder rechtens aus dem Haus, fort in die Hauslosigkeit ziehen, für sich selbst wissen und verwirklicht, im Hier und Jetzt. Er wußte: „Geburt ist beendet, daß heilige Leben vollfüllt, die Aufgabe getan. Da ist nichts weiter zum Zwecke dieser Welt.“ Und so wurde der Ehrw. Sona, einer der Arahats.

Dann, mit dem Erlangen von Arahatschaft, kam dieser Gedanke dem Ehrw. Sona auf: „Was wäre, wenn ich zum Befreiten gehen, und ihm, mit Ankunft, in seiner Gegenwart, die Erkenntnis offenbaren würde?“ So ging er dann zum Befreiten, und mit Ankunft, sich vor ihm verneigt, setzte er sich an eine Seite. Als er dort saß, sagte er zum Befreiten: „Wenn ein Bhikkhu ein Arahat ist, seine Gärungen beendet, der die Erfüllung erreicht hat, die Aufgabe getan, die Mühen niedergelegt, das wahre Ziel erreicht, die Fesseln des Werdens, völlig zerstört und durch rechte Erkenntnis befreit, widmet er sich sechs Dingen: Entsagung, Zurückgezogenheit, Nichtbetrübtheit, dem Beenden von Begehren, Beenden von Festhalten/Unterhalt und Nichtverwirrtheit.

„Nun mag einem bestimmten Ehrwürdigen aufkommen zu denken: 'Vielleicht ist es völlig von Überzeugung abhängig, daß dieser Ehrwürdige sich der Entsagung widmet', doch sollte es nicht so gesehen werden. Der Bhikkhu dessen Gärungen beendet sind, [das heilige Leben] erfüllt hat, sieht in sich nichts, daß noch weiter zu tun, oder irgend etwas, daß dem, was er getan hat, hinzuzufügen wäre. Es ist aufgrund der Beendigung von Begierde, wegen seines Freiseins von Begierde, daß er sich der Entsagung widmet.. Es ist aufgrund der Beendigung von Ablehnung, wegen seines Freiseins von Ablehnung, daß er sich der Entsagung widmet.. Es ist aufgrund der Beendigung von Verwirrung, wegen seines Freiseins von Verwirrung, daß er sich der Entsagung widmet.

„Nun mag einem bestimmten Ehrwürdigen aufkommen zu denken: 'Vielleicht ist es aufgund seiner Begierde nach Gewinn, Ehre und Ansehen, daß der Ehrwürdige sich der Entsagung widmet' … 'Vielleicht ist es, daß er zur Anhaftung an Tugendregeln und Ausübung, als wesentlich seinend, zurückfällt, daß er sich der Nichtbetrübtheit widmet', doch sollte es nicht so gesehen werden. Der Bhikkhu dessen Gärungen beendet sind, [das heilige Leben] erfüllt hat, sieht in sich nichts, daß noch weiter zu tun, oder irgend etwas, daß dem, was er getan hat, hinzuzufügen wäre. Es ist aufgrund der Beendigung von Begierde, wegen seines Freiseins von Begierde, daß er sich der Nichtbetrübtheit widmet.. Es ist aufgrund der Beendigung von Ablehnung, wegen seines Freiseins von Ablehnung, daß er sich der Nichtbetrübtheit widmet.. Es ist aufgrund der Beendigung von Verwirrung, wegen seines Freiseins von Verwirrung, daß er sich der Nichtbetrübtheit widmet.

„Es ist aufgrund der Beendigung von Begierde, wegen seines Freiseins von Begierde… wegen der Beendigung von Ablehnung, wegen seines Freiseins von Ablehnung… wegen der Beendigung von Verwirrung, wegen seines Freiseins von Verwirrung, daß er sich der Beendigung von Begehren… der Beendigung von Festhalten/Unterhalt… der Beendigung von Nicht-Verwirrung widmet.

„Selbst wenn mächtige Formen, wahrnehmbar mit dem Auge, in den Sichtbereich, eines solchen Bhikkhus, kommen, dessen Geist in dieser Weise rechtens befreit ist, ist sein Geist weder übermannt noch etwa beteiligt. Gestillt seiend, Unerschütterlichkeit erreicht, sammelt er sich auf deren vergehen. Und selbst wenn mächtige Klänge… Gerüche… Geschmäcker… Berührungsempfidungen… Selbst wenn mächtige Gedanken, wahrgenommen mit dem Verstand, in die geistige Reichweite, eines solchen Bhikkhus, kommen, ist sein Geist weder übermannt noch etwa beteiligt. Gestillt seiend, Unerschütterlichkeit erreicht, sammelt er sich auf deren Vergehen.

Gerade so, als ob da ein Berg aus Felsen, ohne Risse, ohne Spalten, eine solide Masse, wäre, und ein mächtiger Sturm und Regen aus dem Ost kommen würde: Der Berg würde weder schaudern noch zittern, noch beben. Und wenn dann aus dem Westen… dem Norden… dem Süden, ein mächtiger Sturm und Regen kommen würde: Der Berg würde weder schaudern noch zittern, noch beben. In selber Weise, selbst wenn mächtige Formen, wahrnehmbar mit dem Auge, in den Sichtbereich eines Bhikkhus kommen, dessen Geist in dieser Weise rechtens befreit ist, ist sein Geist weder übermannt noch etwa beteiligt. Gestillt seiend, Unerschütterlichkeit erreicht, sammelt er sich auf deren Vergehen. Und selbst wenn mächtige Klänge… Gerüche… Geschmäcker… Berührungsempfidungen… Selbst wenn mächtige Gedanken, wahrgenommen mit dem Verstand, in die geistige Reichweite, eines solchen Bhikkhus, kommen, ist sein Geist weder übermannt noch etwa beteiligt. Gestillt seiend, Unerschütterlichkeit erreicht, sammelt er sich auf deren vergehen.“

Wenn ein Lebewesen, ist gewidmet der Entsagung, Zurückgezogenheit, Nichtbetrübtheit, der Beendigung von Festhalten, der Beendigung von Begierde und Nicht-Verwirrtheit, das Aufkommen der Sinnesträger sehend, ist der Geist rechtens befreit. Den für den Bhikkhu, rechtens befreit, in Frieden sein Herz, ist nichts mehr zu tun, nichts zu ergänzen, zu dem was getan. Wie eine Masse aus Felsen, unbewegt durch den Wind, so auch alle Formen, Geschmäcker, Klänge, Gerüche, Kontakt, Gedanken annehmbar und nicht, kein Bewirken haben, in einem der So. Der Geist — still, völlig befreit — sammelt sich auf deren Vergehen.

Anmerkungen

<dl>

1.

Lit. „eingerichtet.“

2.

„durchdrungen“, „aufgespürt“.

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de/tipitaka/sut/an/an06/an06.055.than.txt · Zuletzt geändert: 2019/02/20 12:35 von Johann