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Itivuttaka: Die Gruppe der Zweier

Itivuttaka

Summary:

Iti 28-49 PTS: Iti 22-43 Vagga.sutta: Iti 2.1-22

Itivuttaka: Die Gruppe der Zweier

übersetzt aus dem Pali von

Ehrwürdigen Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Samana Johann

Alternative Übersetzung: Ireland

Einleitung | Einser | Zweier | Dreier | Vierer

§ 28. {Iti 2.1; Iti 22}

(Querverweis: Iti 22)

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bestückt mit zwei Dingen, lebt ein Bhikkhu im Streß im gegenwärtigen Leben, bemüht, bedrängt und fiebrig, und mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, kann ein schlechter Bestimmungsort abgesehen werden. Welche zwei? Ein Fehlen des Bewachens der Sinnesfähigkeiten und keine Zurückhaltung im Essen kennend. Bestückt mit diesen zwei Dingen, lebt ein Bhikkhu im Streß im gegenwärtigen Leben, bemüht, bedrängt und fiebrig, und mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, kann ein schlechter Bestimmungsort abgesehen werden.“

Auge und Ohr und Nase, Zunge und Körper und Geist: wenn ein Bhikkhu diese Tore unbewacht läßt, — keine Zurückhaltung im Essen kennend, kein Zügeln seiner Sinne — erfährt er Streß: Streß im Körper, Streß im Geist. Brennend im Körper, brennend im Geist, ob bei Tag oder bei Nacht, lebt er im Leiden und Streß.

§ 29.

{Iti 2.2; Iti 23}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bestückt mit zwei Dingen, lebt ein Bhikkhu entspannt im gegenwärtigen Leben, unbemüht, unbedrängt und unfiebrig, und mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, kann ein guter Bestimmungsort abgesehen werden. Welche zwei? Ein Bewachen der Sinnesfähigkeiten und Zurückhaltung im Essen kennend. Bestückt mit diesen zwei Dingen, lebt ein Bhikkhu entspannt im gegenwärtigen Leben, unbemüht, unbedrängt und unfiebrig, und mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, kann ein guter Bestimmungsort abgesehen werden.“

Auge und Ohr und Nase, Zunge und Körper und Geist: wenn ein Bhikkhu diese Tore hat gut bewacht, — Zurückhaltung im Essen kennend, Zügeln seiner Sinne — erfährt er Entspannung: Entspannung im Körper, Entspannung im Geist. Nicht brennend im Körper, nicht brennend im Geist, ob bei Tag oder bei Nacht, er in Entspanntheit lebt.

§ 30.

{Iti 2.3; Iti 24}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Da sind diese zwei Dinge, die Gewissensbisse verursachen. Welche zwei? Da ist der Fall, daß eine Person nicht getan hat, was vorzüglich ist, nicht getan hat, was geschickt, nicht jene beschützt hat, welche in Angst, und Anstelle, das was schlecht, brutal und grausam ist, getan hat. Denkend: 'Ich habe nicht getan, was vorzüglich ist', fühlt er Gewissensbisse. Denkend: 'Ich habe getan, was schlecht ist', fühlt er Gewissensbisse. Dieses sind die zwei Dinge, die Gewissensbisse verursachen.“

Sich betätigt in körperlichem Fehlverhalten, sprachlichem Fehlverhalten, Fehlverhalten im Geist,(1) oder was immer fehlerhaft ist, nicht getan was geschickt, viel getan habend, was es nicht, mit dem Zerfall des Körpers, der Unbedachte, erscheint in der Hölle.

Anmerkung

<dl>

1.

AN 10.176 definiert körperliches Fehlverhalten als Töten, Stehlen und geschlechtliches Fehlverhalten; sprachliches Fehlverhalten als Lügen, entzweiende Sprache, grobe Sprache und unnützes Geschwätz; und geistiges Fehlverhalten als Begehrlichkeit, Übelwollen und falsche Ansichten (siehe Anmerkung zu §32).

</dl>

§ 31.

{Iti 2.4; Iti 25}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Da sind diese zwei Dinge, die keine Gewissensbisse verursachen. Welche zwei? Da ist der Fall, daß eine Person getan hat, was vorzüglich ist, getan hat, was geschickt, jene beschützt hat, welche in Angst, und nicht getan hat was schlecht, brutal und grausam ist. Denkend: 'Ich habe getan, was vorzüglich ist', fühlt er keine Gewissensbisse. Denkend: 'Ich habe nichts getan, was schlecht ist', fühlt er keine Gewissensbisse. Dieses sind die zwei Dinge, die keine Gewissensbisse verursachen.“

Abgelegt habend körperliches Fehlverhalten, sprachliches Fehlverhalten, Fehlverhalten im Geist, oder was immer fehlerhaft ist, nicht getan was ungeschickt, viel getan habend, was es ist, mit dem Zerfall des Körpers, der Bedachte, erscheint im Himmel.

§ 32.

{Iti 2.5; Iti 26}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bestückt mit zwei Dingen, ist so, als ob weggetragen, ein Person in der Hölle platziert. Welche zwei? Schlechte Gewohnheiten und schlechte Ansichten. Bestückt mit diesen zwei Dingen, ist eine Person, als ob weggetragen, so in der Hölle platziert.“

Schlechte Gewohnheiten und Ansichten schlecht:(1) eine Person, uneinsichtig, bestückt mit diesen zwei Dingen, mit dem Zerfall des Körpers, in der Hölle wiedererscheint.

Anmerkung

<dl>

1.

MN 117 gibt ein Beispiel für schlechte Ansichten: „Da ist nichts gegeben, nicht dargeboten, nicht geopfert. Da sind keine Früchte oder Ergebnisse von guten und schlechten Handlungen. Da ist weder diese Welt, noch die nächste, kein Vater, keine Mutter, keine spontan wiedergeborenen Wesen; keine Brahmanen oder Besinnlichen, welche rechtens schreitend und rechtes ausübend, diese Welt und die nächste erklären, es für sich selbst direkt wissend und verwirklicht.“

</dl>

§ 33.

{Iti 2.6; Iti 26}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bestückt mit zwei Dingen, ist so, als ob weggetragen, ein Person im Himmel platziert. Welche zwei? Glückverheißende Gewohnheiten und glücksverheißende Ansichten. Bestückt mit diesen zwei Dingen, ist eine Person, als ob weggetragen, so im Himmel platziert.“

Glücksverheißende Gewohnheiten und Ansichten glücksverheißend: eine Person, einsichtig, bestückt mit diesen zwei Dingen, mit dem Zerfall des Körpers, im Himmel wiedererscheint.

§ 34.

{Iti 2.7; Iti 27}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Eine Person ohne Begeisterung, ohne Bedenken [für die Ergebnisse von schlechtem Tun], ist unfähig des Selbsterwachens, unfähig der Ungebundenheit, unfähig der unübertefflichen Sicherheit von Gebundenheit.“

Ohne Begeisterung, keine Bedenken, faul, mit geringer Beharrlichkeit, voller Faulheit und Trägheit, schamlos, ohne Respekt: er ist unfähig, ein Bhikkhu wie dieser, zu berühren das äußerste Selbsterwachen. Doch wer immer achtsam, meisterhaft, vertieft in Jhana, begeistert, bedacht und gewissenhaft, die Fesseln von Geburt und Alten abschneidend, berührt genau hier, ein Selbsterwachen nicht- übertroffen.

§ 35.

{Iti 2.8; Iti 28}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bhikkhus, dieses Heilige Leben wir nicht gelebt, für den Zweck des Täuschens von Leuten, nicht für den Zweck des Verleitens von Leute, nicht für den Zweck von Lohn durch Erlangen, Gaben und Ehre, noch mit dem Gedanken: 'So mögen mich die Leute kennen'. Dieses Heilige Leben wird für den Zweck des Beherrschens und Ablegen gelebt.“

Zum Zwecke der Beherrschung, für des Ablegens Zweck, er, der Befreite, lehrte ein Heiliges Leben nicht übertragen,(1) zum Ufer kommend in Ungebundenheit. Dieser Pfad verfolgt, von jenen, groß in Absicht, große Seher. Jene die dem folgen, als gelehrt vom Erwachten, des Lehrers Botschaft beachtend, werden ein Ende setzten, dem Leiden und Streß.

Anmerkung

<dl>

1.

„nicht übertragen“: nicht von einer althergebrachten Tradition abstammend und nicht von der Autorität einer althergebrachten Tradition abstammend.

</dl>

§ 36.

{Iti 2.9; Iti 29}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bhikkhus, dieses Heilige Leben wir nicht gelebt, für den Zweck des Täuschens von Leuten, nicht für den Zweck des Verleitens von Leute, nicht für den Zweck von Lohn durch Erlangen, Gaben und Ehre, noch mit dem Gedanken: 'So mögen mich die Leute kennen'. Dieses Heilige Leben wird für den Zweck des direktem Wissen(1) und völligem Verständnis gelebt.“

Zum Zwecke von direktem Wissen und völligem Verständnis, er, der Befreite, lehrte ein Heiliges Leben nicht übertragen, zum Ufer kommend in Ungebundenheit. Dieser Pfad verfolgt, von jenen, groß in Absicht, große Seher. Jene die dem folgen, als gelehrt vom Erwachten, des Lehrers Botschaft beachtend, werden ein Ende setzten dem Leiden und Streß.

Anmerkung

<dl>

1.

Direktes Wissen = abhiñña. Der Kanon listet sechs Arten von abhiñña: übersinnliche Kräfte, Hellsehen, die Fähigkeit den Geist anderer zu lesen, sich vergangener Leben zu erinnern und, das wichtigste, das Wissen über das Enden von geistigen Gärungen.

</dl>

§ 37.

{Iti 2.10; Iti 29}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bestückt mit zwei Dingen, lebt ein Bhikkhu entspannt in gegenwärtigen Leben und angemessen erweckt für das Enden von Gärungen. Welche Zwei? Einem Sinn von Dringlichkeit und Ehrfürchtigkeit(1) gegenüber Dingen, die Dringlichkeit und Ehrfurcht anregen und Dringlichkeit und Ehrfurcht fühlen, angemessener Einsatz. Bestückt mit zwei Dingen, lebt ein Bhikkhu entspannt in gegenwärtigen Leben und angemessen erweckt für das Enden von Gärungen.“

Dringlichkeit, Ehrfurcht fühlend, gegenüber dem was es anregen sollte, der Weise, meisterhafte, begeisterte Bhikkhu, mit Weisheit, untersuchen sollte. Einer der so inbrünstig lebt, nicht rastlos, in Frieden, Wesens-Gleichmut angetan, würde das Ende erreichen, von Leiden und Streß.

Anmerkung

<dl>

1.

Dringlichkeit und Ehrfürchtigkeit = samvega. Eine andere Bedeutung dieses Begriffes beinhaltet Schock, Bestürzung und Entfremdung. Die Dinge, die Dringlichkeit und Ehrfürchtigkeit anregen sollten, sind die ersten vier von fünf Wiederbesinnungen in AN 5.57: „Ich bin Gegenstand von Altern, bin nicht über Altern hinausgegangen. Ich bin Gegenstand von Krankheit, bin nicht über Krankheit hinaus gegangen. Ich bin Gegenstand von Tod, bin nicht über Tod hinaus gegangen. Ich werden anders werden, getrennt von allem was mir lieb und ansprechend ist.“ Angemessener Einsatz, wird in der fünften Wiederbesinnung aufgezeigt: „Ich bin der Eigentümer meiner Handlungen, Erbe meiner Handlungen, geboren aus meinen Handlungen, in Verbindung durch meine Handlungen und habe durch Handlungen meinen Richter. Was immer ich tue, für ein Gutes oder für ein schlechtes, für dessen werde ich Erbe sein.“

</dl>

§ 38.

{Iti 2.11; Iti 31}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Zwei Abfolgen von Gedanken kommen dem Tathagata, würdig und rechtens Erwacht, auf: der Gedanke von Sicherheit und der von Zurückgezogenheit.

„Der Tathagata genießt Nichtübelwollen, erfreut sich am Nichtübelwollen. Für ihn, Nichtübelwollen genießend, sich an Nichtübelwollen erfreuend, kommt dieser Gedanke oft auf: 'Mit dieser Handlung verletze ich keinen auch irgendwie, weder schwach noch stark.'

„Der Tathagata genießt Zurückgezogenheit, erfreut sich in Zurückgezogenheit. Für ihn, Zurückgezogenheit genießend, sich an Zurückgezogenheit erfreuend, kommt dieser Gedanke oft auf: 'Was immer ungeschickt ist abgelegt.'

„So, Bhikkhus, sollt ihr Nichtübelwollen genießend leben, Euch am Nichtübelwollen erfreuen. Für Euch, Nichtübelwollen genießend, Euch in Nichtübelwollen erfreuend, wird dieser Gedanke oft aufkommen: 'Mit dieser Handlung verletze wir keinen auch irgendwie, weder schwach noch stark.'

„Ihr solltet Zurückgezogenheit genießend leben, erfreut in Zurückgezogenheit. Für Euch, Zurückgezogenheit genießend, Euch an Zurückgezogenheit erfreuend, wird dieser Gedanke oft aufkommen: 'Was ist ungeschickt? Was ist jetzt noch nicht abgelegt? Was legen wir ab?'“

Dem Tathagata, erwacht, der ertrug was schwer zu ertragen ist, kommen zwei Gedanken auf: Sicherheit der erste Gedanke bemerkt; Zurückgezogenheit der zweite erklärt. Der Zerstreuer von Dunkelheit, frei der Gärungen, der große Seher der darüber hinaus gegangen, Erlangungen erreicht, Meisterlichkeit erlangt, über die Gifte gequert; der im Enden von Verlangen befreit: dieser Held seinen letzten Körper trägt, abgeschüttelt hat Mara, sage ich Euch, ist über Altern hinaus gegangen. Wie jemand der auf einer Felsklippe steht alle Leute unter herum sehen würd', so der Weise, mit dem Rundumauge, dem Turm erstiegen habend, aus Dhamma gemacht, über Kummer hinaus gequert, auf jene überkommen von Kummer blickt, besiegt von Altern und Tod.

§ 39.

{Iti 2.12; Iti 33}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Der Tathagata, würdig und rechtens Selbsterwacht, hat zwei Dhamma-Lehrreden in Abfolge gegeben. Welche zwei? 'Seht schlecht als schlecht.' Dieses ist die erste Dhamma-Lehrrede. 'Schlecht als schlecht gesehen habend, werdet nüchtern dort, nichtbegehrend dort, befreit.' Dieses ist die zweite Dhamma-Lehrrede. Dieses sind die zwei Dhamma-Lehrreden, die der Tathagata, würdig und rechtes Selbsterwacht, in Abfolge gegeben hat.“

Seht diese zwei Aussagen, in Abfolge erklärt, vom Tathagata, erwacht, einfühlend gegenüber allen Lebewesen. Die erste: Seit nichtbegehrend dort, gegenüber dem Schlechten. Dann, mit einem Geist nichtbegehrend, werdet Ihr ein Ende stetzen, dem Leiden und Streß.

§ 40.

{Iti 2.13; Iti 34}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Unwissenheit(1) geht dem Ankommen von ungeschickten Qualitäten voran; Fehlen von Gewissen und Fehlen von Besorgtheit(2) folgen nach. Klar wissend geht dem Ankommen von geschickten Qualitäten voran; Gewissen und Besorgtheit folgen nach.“

Jeder schlechte Aufenthalt in dieser Welt, in der nächsten, in Unwissenheit verwurzelt ist — alle — Anhäufungen von Begehren und Gier. Und wenn eine Person von schlechtem Begehren mangelt Gewissen und Respekt, Schlechtes von dem kommt, und mit dem fährt er zum Elend. So wegreinigen Unwissenheit, Begehren und Gier, ein Bhikkhu Aufkommen zu klarem Wissen gebend alle schlechten Aufenthalte ablegen würd'.

Anmerkungen

<dl>

1.

Unwissenheit (Ignoranz) (avijja) bedeutet Unwissenheit über Streß, sein Entstehen, sein Beenden, und dem Weg der zu seinem Beenden führt.

2.

Gewissen (hiri) bedeutet ein gesunder Sinn von Scham, abgeleitet von Selbsteinschätzung, gegenüber dem Gedanken schlechtes zu tun. Besorgtheit/Bedenken (ottappa) bedeutet Angst gegenüber den Konsequenzen des Tuns von Schlechtem.

</dl>

§ 41.

{Iti 2.14; Iti 35}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Diese Lebewesen sind wahrlich beraubt, jene der noblen Einsicht beraubt sind. Sie leben im Streß, bekummert, bedrängt und fiebrig, und können mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, an einem schlechten Bestimmungsort erwartet werden.

„Diese Lebewesen sind nicht beraubt, jene die der noblen Einsicht nicht beraubt. Sie leben entspannt in der Gegenwart, unbekümmert, unbedrängt und nicht fiebrig, und können mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, an einem guten Bestimmungsort erwartet werden.

Seht die Welt an — seine himmlischen Wesen inbegriffen: beraubt der Einsicht, in Name-und-Form einen Aufenthalt machend, sie begreift 'Diese ist die Wahrheit'. Die beste Einsicht in der Welt, ist jene die führt zum Durchdringen, den sie sieht richtig ein, das völlige Enden von Geburt und Werden. Menschen und himmlische Wesen halten sie lieb: jene die sind selbsterwacht, achtsam, deren letzten Körper tragend mit Einsicht erfreulich.

§ 42.

{Iti 2.15; Iti 36}

[Alternative Übersetzung: Ireland] Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Das sind diese zwei strahlenden Qualitäten beschützen die Welt. Welche zwei? Gewissen und Besorgtheit (gegenüber Resultaten ungeschickter Handlungen). Wenn diese zwei strahlenden Qualitäten diese Welt nicht beschützen würden, würde da kein Anerkennen von 'Mutter', kein Erkennen von 'der Mutters Schwester', 'des Onkels Frau', 'des Lehrers Frau' oder 'die Frau dessen, der Respekt verdient' sein. Die Welt wäre versunken in sexueller Freizügigkeit, so wie Widder mit Ziegen, Hähne mit Schweinen, Hunde mit Schakalen. Doch weil eben diese zwei strahlenden Qualitäten die Welt beschützen, ist da Anerkennung von 'Mutter', 'Mutters Schwester', 'Onkels Frau', 'Lehrers Frau', 'Frau dessen, der Respekt verdient'.“

Jene in denen Gewissen und Besorgtheit nicht stets zu finden sind, sind abgeirrt von der strahlenden Wurzel, sind ausgerichtet für Geburt und Tod. Doch in jenen in denen Gewissen und Besorgtheit stets passend errichtet sind, jene, die reif für das heilige Leben: diese sind gestillt, ihre weiteres Werden beendet.

§ 43.

{Iti 2.16; Iti 37}

[Alternative Übersetzung: Ireland] Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Da ist Bhikkus, ein Ungeboren — Ungeworden — Ungemacht — Unerzeugtes. Wenn da kein Ungeboren — Ungeworden — Ungemachtes — Unerzeugtes wäre, dann wäre es nicht der Fall, daß diese Freilassung vom Geborenen — Gewordenen — Gemachten — Erzeugten erkannt werden würde. Aber genau deshalb, ist da ein Ungeboren — Ungeworden — Ungemachtes — Unerzeugtes, Freilassung vom Geborenen — Gewordenen — Gemachten — Erzeugten, ist erkannt.“

Das Geborene, Gewordene, Erzeugte, Gemacht, erzeugt, unbeständig, aus Altern und Tod zusammengesetzt, ein Nest der Krankheit, untergehen, aus Nährung entsprungen, und dem Führer [der da Verlangen] — ungeeignet des Erfreuens. Das Entschwinden von dessen ist ruhig, beständig, über Folgerung hinaus, ungeboren, unerzeugt, der kummerlose, makellose Zustand, die Beendigung von Streßbeschaffenheiten, der Stillen-von-Gestaltungen- Segen.

§ 44.

{Iti 2.17; Iti 38}

[Alternative Übersetzung: Ireland] Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bhikkhus, da sind diese zwei Formen der Ungebundenheitbeschaffenheit. Welche zwei? Die Ungebundenheitbeschaffenheit mit verbleibendem Treibstoff und die Ungebundenheitbeschaffenheit mit keinem verbleibenden Treibstoff.

Und was ist die Ungebundenheitbeschaffenheit mit verbleibendem Treibstoff? Da ist der Fall, daß ein Bhikkhu ein Arahat ist, dessen Gärungen beendet sind, der Erfüllung erreicht hat, seine Aufgabe getan, seine Bürde abgelegt, das wahre Ziel erreicht, beendet die Fesseln des Werdens und durch rechte Erkenntnis befreit ist. Seine fünf Sinnesfähigkeiten bestehen noch und, deren Intakt sein verdankend, ist er wahrnehmend dem Annehmbaren und dem Nichtannehmbaren, und ist immer noch empindlich gegenüber Wohl und Weh. Sein Enden von Begierde, Ablehnung und Verwirrung wird die Ungebundenheitbeschaffenheit, mit verbleibendem Treibstoff, genannt.(1)

Und was ist die Ungebundenheitbeschaffenheit mit keinem Treibstoff verbleibend? Da ist der Fall, daß ein Bhikkhu ein Arahat ist, dessen Gärungen beendet sind, der Erfüllung erreicht hat, seine Aufgabe getan, seine Bürde abgelegt, das wahre Ziel erreicht, beendet die Fesseln des Werdens und durch rechte Erkenntnis befreit ist. Für ihm wird alles was wahrgenommen wird, unreizend seinend, genau hier kalt werden. Dieses wird die Ungebundenheitbeschaffenheit, mit keinem Treibstoff verbleibend, genannt.“(2)

Diese zwei ausgerufen von dem Einen mit Vision, Ungebundenheitbeschaffenheiten der Eine unabhängig, der Eine, der So ist:(3) eine Beschaffenheit, in diesem Leben hier, mit Treibstoff verbleibend aus der Zerstörung des Führers des Werdens, und jene mit keinem Treibstoff verbleibend, nach diesem Leben, in welchem alles Werden völlig endet. Jene die kennen diesen Zustand unverbunden, deren Geist ist befreit durch die Zerstörung des Führers des Werdens, diese, der Lehren Kernstück erlangt, mit Enden beglückt, alles Werden haben abgelegt: jene die So.

Anmerkungen

<dl>

1, 2.

Mit Treibstoff verbleibend (sa-upadisesa) und mit keinem Treibstoff verbleibend (anupadisesa): Die Analogie hier ist jene zu Feuer. Im ersten Fall sind die Flammen aus, aber die Kohle glüht noch immer. Im zweiten Fall ist das Feuer so durch und durch aus, daß die Kohle kalt geworden ist. Der „Treibstoff“ hier, sind die fünf Ansammlungen (siehe Worteverzeichnis). Während ein Arahat immer noch am Leben ist, nimmt er/sie die fünf Ansammlungen immer noch wahr, aber sie brennen nicht mit dem Feuer von Begierde, Ablehnung und Verwirrung. Wenn ein Arahat dahinscheidet, ist da keinerlei Erfahrung der Ansammlungen mehr, hier oder irgend anderswo. Für eine Besprechung zu diesem Punkt, siehe //Der Geist, wie Feuer ungebunden,// S. 21-37.

3.

So (tadi): Ein Adjektiv um jemanden zu beschreiben, der das Ziel erreicht hat. Es zeigt an, daß der Zustand der Person undefinierbar und nicht Gegenstand einer Veränderung oder eines Einflusses irgend einer Art ist.

</dl>

§ 45.

{Iti 2.18; Iti 39}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bhikkhus, lebt Zurückhaltung genießend, an Zurückhaltung erfreuend, innerlich der Wesensgelassenheit angetan, Jhana nicht unterlassend, bestückt mit klarsehender Einsicht und lehre Bauwerke häufig besuchend. So Ihr Zurückhaltend lebt, an Zurückhaltung erfreuend, innerlich der Wesensgelassenheit angetan, Jhana nicht unterlassend, bestückt mit klarsehender Einsicht und lehre Bauwerke häufig besuchend, kann dann eine von zwei Früchten erwartet werden: entweder Erkenntnis schon in dem gegenwärtigen Leben, oder, wenn da irgend ein Verbleib an Festhalte-Unterhalt ist, Nichtwiederkehr.“

Jene mit Geist berühigt — meisterhaft, achtsam, vertieft in Jhana — Dinge klar recht sehend, keine Absicht an Sinnesvergnügen. In Gewissenhaftigkeit erfreut, ruhig, die Gefahr in Gewissenlosigkeit sehend, jene — des Abfallens unfähig — am Ortgang der Ungebundenheit schon sind.

§ 46.

{Iti 2.19; Iti 40}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bhikkhus, lebt mit den Ausübungen [in erhöhter Tugend, erhöhtem Geist und erhöhter Einsicht] als Euer Verdienst, mit höchster Einsicht, Befreiung der Kern, und Achtsamkeit als das verwaltende Prinzip. So Ihr mit den Ausübungen, als Euer Verdienst, lebt, mit höchster Einsicht, Befreiung der Kern, und Achtsamkeit als das verwaltende Prinzip, kann dann eine von zwei Früchten erwartet werden: entweder Erkenntnis schon in dem gegenwärtigen Leben, oder, wenn da irgend ein Verbleib an Festhalte-Unterhalt ist, Nichtwiederkehr.“

Vollständig in der Ausübung, des Abfallens nicht Gegenstand, Einer mit Einsicht, höchst, das Stoppen sehend, das Ende von Geburt: dieser Held seinen letzten Körper trägt, hat abgeschüttelt Mara, sag ich Euch, ist über Altern hinaus gegangen. So, stets in Jhana erfreuend, zentriert, begeistert, das Stoppen sehend, das Ende von Geburt, Mara besiegend, zusammen mit seinem Heer, Bhikkhus, seid über Altern und Tod hinaus gegangen.

§ 47.

{Iti 2.20; Iti 41}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Ein Bhikkhu sollte wach sein: achtsam, begeistert, zentriert, empfindsam, klar und ruhig. Und dort sollte er, zu passender Zeit, klar in die geschickten geistigen Qualitäten blicken. Für einen Bhikkhus, der wach ist: : achtsam, begeistert, zentriert, empfindsam, klar und ruhig, und zu passender Zeit, klar in die geschickten geistigen Qualitäten blickt, kann dann eine von zwei Früchten erwartet werden: entweder Erkenntnis schon in dem gegenwärtigen Leben, oder, wenn da irgend ein Verbleib an Festhalte-Unterhalt ist, Nichtwiederkehr.“

Jene die wach, hört zu! Jene die schlafen, wacht auf! Wachheit ist besser als Schlaf. Für jene die wach, ist da keine Gefahr, keine Angst. Wer immer wachsam, achtsam, begeistert, zentriert, empfindsam, ruhig und klar, richtig Dhamma erkundend, zu passender Zeit, wird — zur Einsheit — die Dunkelheit zerschmettern. So sei so der Wachsamkeit ergeben. Der begeisterte Bhikkhu — meisterlich, Jhana erwerbend, abschneidend die Fesseln von Geburt und Altern — berührt genau hier, ein Selbsterwachen nicht übertroffen.

§ 48.

{Iti 2.21; Iti 42}

Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Bhikkhus, diese zwei sind zu Elend verdammt, zur Hölle, für das nicht Ablegen deren Verhalten. Welche zwei? Einer der, nicht das entsagende Leben lebend, vortäuscht einer zu sein, der das entsagende Leben lebt; und einer der grundlos einen, der das entsagende Leben perfekt lebt und rein von nichtentsagendem Verhalten ist, anklagt. Diese sind die zwei, die zu Elend verdammt sind, zur Hölle, für das nicht Ablegen deren Verhalten.“

Er fährt zur Hölle, der Eine der anklagt was nicht stattgefunden hat, so wie es einer tut der, getan habend, sagt: 'Ich habe nicht'. Beide — niederhandelnde Personen — werden gleich: nach dem Tod, in der Welt darüber hinaus. Eine ockerne Robe 'um deren Nacken' gebunden, viele mit Qualitäten schlecht, — unbeherrscht, böse — wiederaufkommen, auf deren schlechten Handlungen Grund, in der Hölle. Besser eine Eisenkugel — glühend, entflammt — als so, prinzipienlos und unbeherrscht, Ihr, die Almosen des Landes essen sollt.

§ 49.

{Iti 2.22; Iti 43}

[Alternative Übersetzung: Ireland] Dies wurde vom Befreiten gesagt, vom Arahat gesagt, so hab ich es gehört: „Eingenommen von zwei Ansichtspunkten, kleben manche Menschen und himmlische Wesen fest, andere menschliche und himmlische Wesen gleiten genau dahinter, während jene mit Vision sehen.

„Und wie kleben manche fest? Menschen und himmlische Wesen genießen Werden, erfreuen am Werden, sind mit Werden befriedigt. Wenn das Dhamma für den Zweck der Beendigung von Werden gelehrt wird, nehmen sich ihre Geister dem nicht an, werden nicht damit beruhigt, setzen sich nicht darauf oder werden damit entschlossen. Dieses ist wie manche festkleben.

„Und wie gleiten manche genau dahinter? Manche, sich entsetzt fühlend, gedemütigt, und angeekelt mit diesem Werden, sich Nichtwerden schmecken lassend: 'Wenn dieses Selbst, mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, verendet und zerstört ist, und nach dem Tod nicht existiert, das ist Friedvoll, das ist auserlesen, das ist zulänglich!' Diese ist wie manche genau dahinter gleiten.

„Und wie tun jene mit Vision? Da ist der Fall, daß ein Bhikkhu, was ins Entstehen gekommen ist, als ins Entstehen gekommen sieht. Sehend, was ins Entstehen gekommen, als ins Entstehen gekommen, übt er für die Ernüchterung mit dem was ins Entstehen gekommen ist, für Nichtbegehren gegenüber dem, was ins Entstehen gekommen ist, Beendigung dessen, was ins Entstehen gekommen ist. Dieses ist wie jene mit Vision sehen.“(1)

Jene, gesehen habend was ins Entstehen kommt, als was ins Entstehen kommt, und was darüber hinausgegangen , was ins Entstehen gekommen ist, sind befreit im Einklang von was ins Entstehen gekommen ist, durch das Erlöschen von Verlangen nach Werden. Wenn sie verstanden haben was ins Entstehen kommt, und befreit von dem Verlangen nach Werden und Nicht-, mit dem Nicht-Werden dessen was ins Entstehen kommt, kommen Bhikkhus zu keiner weiteren Geburt.

Anmerkung

<dl>

1.

Diese Lehrrede illustriert, in einer technischen Aufmachung, die Funktion von passender Aufmerksamkeit in der Anmerkung zu §16. SN 12.15 bietet den selben Punkt aus einer anderen Anschauung dar: „Diese Welt gestützt auf (nimmt als ihr Objekt) eine Gegensätzlichkeit, die von Existenz und Nicht-Existenz. Aber wenn man die Entstehung der Welt (= die sechs Sinne und deren Gegenstände) mit rechter Einsicht sieht, wie sie wirklich ist, kommt 'Nicht-Existenz' in Bezug auf die Welt einem nicht auf. Wenn man die Beendigung der Welt mit rechter Einsicht sieht, wie es wirklich ist, kommt 'Existenz' in Bezug auf die Welt einem nicht auf. Im Großen und Ganzen, Kaccayana, ist diese Welt in Gefangenschaft durch Anhaftungen, Festhalten (Nährstoffen) und Voreingenommenheiten. Aber einer so wie dies wird nicht involviert in der Welt oder hält an diesen Anhaftungen, Festhalten, Fixierungen des Wesens, Voreingenommenheiten oder Obsessionen fest; noch ist er entschlossen auf 'mein Selbst'. Er hat keine Ungewissheit oder Zweifel, dass bloß Stress, wenn (etwas) aufkommt, aufkommt; Stress, wenn (etwas) hinscheidet, hinscheidet. In diesem ist sein Wissen, seine Unabhängigkeit von anderen. “

</dl>

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Anumodana puñña kusala!

de/tipitaka/sut/kn/iti/iti.2.028-049.than.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/30 13:23 von Johann