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de:tipitaka:sut:kn:snp:snp.1.12.than

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Muni Sutta

<docinfo_head>

Title: Muni Sutta: Der Weise

Summary: url=index.html#snp.1.12.than Buddha beschreibt die Eigenschaften eines wahren Weisen, der großes Glück und Sicherheit nicht in Beziehungen sondern im Leben in Abgeschiedenheit findet. (Diese Suttas sind aus der Sammlung von König Asoka (ca. 270-232 v.Chr.) die er allen praktizierenden Buddhisten.

/

Sn 1.12

PTS: Sn 207-221

					</div>

Muni Sutta: Der Weise

übersetzt aus dem Pali von

Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Laien für ZzE

Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden

Alternative Formate: <a href=„http://sangham.net/index.php?action=tpmod;dl=item353“ title=„Audiofile, ca. 3,64MB, gelesen von Upasaka Harry“><img src=„./../../../img/audio.gif“ alt=„[audio icon]“></a>

<docinfo_head_end>

Gefahr ist geboren aus Innigkeit,(1) Gesellschaft gibt Staub Geburt.(2) Frei von Innigkeit,

frei von Gesellschaft:

so ist die Vision des Weisen.

Wer, zerstörend, was geboren würde nicht wieder säen, noch nähren, was aufkommen mag: Sie nennen ihn den wandernden, einsamen Weisen.

Er hat den Zustand des Friedens gesehen.

Den Boden bedenkend, den Samen zerdrückend, würde er das Lebensmark nicht nähren(3) — wahrlich ein Weiser — Seher des Endes von Geburt, Mutmaßungen abgelegt,

er nicht eingeordnet werden kann.

Alle Behausungen kennend,(4) nach keiner irgendwo strebend

— wahrlich ein Weiser —

ohne Gelüste, ohne Gier, baut er nicht,(5) ist er doch darüber hinaus.

Alles überwunden

alles wissend,
weise.

Im Bezug auf alle Dinge: unbeschmiert. Alles ablegend, in der Beendigung des Verlangens, befreit:

Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Stark in Einsicht, tugendhaft in seinem Tun,

mittig,

verzückt in Jhana,

achtsam,

von Anhaftungen befreit, keine Einschränkungen :: keine Ausflüsse mehr:(6) Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Der wandernde, einsame Weise, unselbstgefällig, unerschüttert von Tadel und Lob. Unerschrocken, wie des Löwen Ruf. Losgelöst, wie der Wind in einem Netz. Unbenetzt, wie der Lotos im Wasser. Führer anderer, von anderen unangeführt:

Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Wie ein Poller in einer Badefurt,(7) wenn andere von Extremen sprechen. Er, ohne Leidenschaft, seine Sinne gut zentriert:

Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Wahrlich selbstsicher, wie ein Weberschiff gerade,(8) ekeln ihn böse Handlungen an. Besinnend, was den Ton trifft und was nicht:(9) Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Selbstbeherrscht, begeht er keine schlechte Tat. Jung oder im mittleren Alter, der Weise ist selbstbeherrscht, niemals erzürnt, er niemanden erzürnt:

Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Von den Besten,

dem Gewöhnlichen,
	dem Übergelassenen

seine Almosen erhält. Erhält sich davon, was andere geben,

weder schmeichelhaft
noch herabsetzend spricht:
Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Der wandernde Weise steht ab von Geschlechtsverkehr, in Jugend von niemandem gebunden, von Berauschung abstehend,(10) Wohlgefälligkeit völlig bei Seite gelegt:

Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Die Welt kennend, das höchste Ziel erspäht, den Ozean überquerend,(11) die Flut,(12) — So —(13) seine Fesseln gesprengt, unanhaftend keine Ausflüsse mehr:

Von Erleuchteten ein Weiser genannt.

Diese beiden sind verschieden, sie verweilen weit voneinander entfernt: der Hausmann, eine Frau unterstützend, und der Selbstlose, von guten Taten. Andere Wesen schlachtend, unbeherrscht

	der Haushälter ist.

Stets beschützt der Weise andere Wesen,

	ist beherrscht.

Wie der gekammte, blauhälsige Pfau, wenn er fliegt,

niemals übertrifft

die Wildganz in Schnelligkeit:

So auch der Haushälter
niemals dem Bhikkhu gleichkommen wird,

dem Weisen in Zurückgezogenheit,

Vertiefung (Jhana) pflegend
im Wald.

<h1>Anmerkungen</h1> <dl>

1.

<i>Gefahren der Innigkeit:</i> Begierde und Ansichten.

2.

<i>Staub:</i> Zuneigung, Abneigung und Unwissenheit.

3.

<i>Boden, Samen und Lebensmark:</i> Die Khandhas (Körper, Gefühle, Vorstellung, Gedankenformationen und Bewußtsein), Sinnessphären und Elemente aus dem Boden in welchem die Samen für konstuktives Bewußtsein wachsen - das Bewußsein, daß sich in einen Zustand eines Wesens und Geburt entwickelt. Das Lebensmark dieses Samens ist Begierde und Ansichten.

4.

<i>Behausung:</i> Zustand des Werdens und der Geburt.

5.

<i>Er baut nicht:</i> Er gestaltet keinerlei gute oder schlechte Handlungen, die zum Aufkommen des Zustandes weiteren Werdens und Geburt führen.

6.

<i>keine Ausflüsse mehr</i> <i>(asava)</i>: Er hat keine der Formen von Veruntrübungen - Sinnesbegierde, Ansichten, Zustände des Werdens oder Unwissenheit - die aus dem Geist „ausfießen“ und Anlaß für die Flut des Kreises an Tod und Geburt geben.

7.

<i>Wie der Poller in einer Badefut:</i> Das Cullavagga (V.l) beschreibt dies als einen unbeweglichen Pfeiler, der ziemlich hoch und tief im Boden eingegraben, in der Nähe von Badestätten steht und an welchem sich die Jungen Dorfbewohner und Boxer während des Bades ihre Körper reiben und sich ertüchtigen. Die „Extreme“ in denen andere sprechen (entsprechend den Kommentaren) sind Extreme von Lob und Kritik: Diese lassen den Weisen wie einen Poller unbewegt.

8.

<i>Wie ein Weberschiff gerade:</i> Einen Geist ohne Voreingenommenheit durch Vorzüge, Ablehnung, Unwissenheit oder Angst habend.

9.

<i>Den Ton trifft und was nicht (sama und visama):</i> In allen antiken Kulturen wurden die Terminologien der Musik genutzt, um moralische Qualitäten von Leuten und Handlungen zu beschreiben. Aus dem Akkord fallende Pausen oder schlecht gestimmte musikalische Instumente waren Gleichnisse von Schlechtem; gut in den Akkord passende Pausen und gut gestimmte musikalische Instumente waren Gleichnisse für Gutes. Im Pali beschreibt der Ausdruck sama - „eben (ausgeglichen)“ ein Intrument das den Ton trifft. Da gibt es die berühmte Passage wo Buddha Sona Kolivisa erinnert (er hatte seine Praxis überstrapaziert), daß ein geschmeidiger Ton nur dann aufkommt, wenn die Seiten weder zu stark noch zu lax gespannt, jedoch „eben“ gestimmt sind. Dieses Bild spiegelt ganz besonders die Lehren Buddhas über den mittleren Weg wieder. Es findet sich auch in der Bedeutung <i>samana</i>, ein Mönch oder Besinnlicher, wieder und dieses wird in den Texten oft als vom Wort <i>sama</i> abstammend beschrieben. Das Wort <i>samañña</i> „Ebenheit“, die Qualität gut gestimmt zu sein, beschreibt auch die Eigenschaft ein Besinnlicher zu sein. Dieses Konzept spielt in den Anweisungen an Rahula, darunter, eine große Rolle. Der wahre Besinnliche ist stets gut gestimmt mit dem was passend und gut ist.

10.

<i>Berauschung:</i> Die drei Berauschungen sind die Berauschung durch Jugend, guter Gesundheit und mit Leben.

11.

<i>Ozean:</i> Der Weg wie Veruntübungen an unwillkommene Bestimmungsorte führen (so drucken es die Kommentare aus).

12.

<i>Flut:</i> Die Flut von Veruntrübungen: Sinnesbegierde, Ansichten, Zustände des Werdens, Unwissenheit.

13.

<i>So:</i> Unveränderlich; von allem unberührt.

</dl>

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<b>Herkunft:</b>

	<div id="F_sourceCopy">Quelle dieser Arbeit ist die Gabe mit der Access to Insight "Offline Edition 2012.09.10.14", letztmaliger Abgleich 12. März 2013, großzügig geteilt von John Bullitt und angeführt als: ©1996 Thanissaro Bhikkhu.</div>
	<div id="F_sourceCopy_translation"></div>
	<div id="F_sourceEdition">Letzte Revision: mr, 22. Februar 2017 <!-- 22.02.2016: Alternatives Format Audio hinzugefügt --></div>
	<div id="F_sourceTitle">Aus <a href="../../../lib/authors/thanissaro/asoka.html"><i>So, dass das wahre Dhamma lange bestehen bleiben möge: Eine Auswahl von Schriften von König Asoka</i></a>, übersetzt von Thanissaro Bhikkhu. Übernommen von einem Datenfile bereitgestellt vom Autor.</div>
	<div id="F_atiCopy">Diese Ausgabe von Zugang zur Einsicht ist <img width="8" src="./../../../img/d2.png" alt="[dana/©]" class='cd'/>2013 (ATI 1996-2013).</div>
	<div id="F_zzeCopy">Übersetzungen, Publizierungen, Änderungen und Ergänzungen liegen im Verantwortungsbereich von <em>Zugang zur Einsicht</em>.</div>
</div>
<div id="F_termsOfUse"><b>Umfang des Dhamma-Geschenkes: </b>Sie sind eingeladen, dieses Dhamma-Geschenk hier, und Ihre Verdienste damit, neben der eigenen Verwendung auch wieder als Dhamma-Geschenk zu vervielfachen (Anumodana) und in jedes dafür passende Medium zu kopieren, es umzuformatieren, zu drucken, publizieren und zu verteilen, vorausgesetzt: (1) Sie machen Kopien usw. verfügbar, <em>ohne eine Gegenleistung</em> zu verlangen; (2) Sie kennzeichnen klar, daß jedes Ergebnis aus dieser Arbeit (inkl. Übersetzungen) aus diesem Dokument stammt; und (3) Sie fügen diesen hier angeführten "Umfang des Dhamma-Geschenkes" jeder Kopie oder Abwandlung aus diesem Werk bei. Alles, was darüber hinaus geht, ist hier nicht gegeben. Für eine ausführliche Erklärung, siehe [[de:faq#copyright|FAQ]].
</div>
<div id="F_citation"><b>Wie das Dokument anzuführen ist</b> (ein Vorschlag): "Muni Sutta: Der Weise" (Sn 1.12), übersetzt aus dem Pali von  Thanissaro Bhikkhu. <i>Access to Insight</i>, 29 August 2012, [[http://www.accesstoinsight.org/tipitaka/kn/snp/snp.1.12.than.html|http://www.accesstoinsight.org/tipitaka/kn/snp/snp.1.12.than.html]] . Übernommen am 10 September 2012 (Offline Edition 2012.09.10.14), übersetzt ins Deutsche von Laien für ZzE und am 10. August 2013 wiederveröffentlicht von <i>Zugang zur Einsicht</i> auf: [[http://www.zugangzureinsicht.org/html/tipitaka/kn/snp/snp.1.12.than.html|http://www.zugangzureinsicht.org/html/tipitaka/kn/snp/snp.1.12.than.html]] Zitat entnommen am: 

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de/tipitaka/sut/kn/snp/snp.1.12.than.txt · Zuletzt geändert: 2018/10/28 12:52 von Johann