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de:tipitaka:sut:kn:ud:ud.8.06.than

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Pāṭaligāma Sutta

<docinfo_head>

Title: Pāṭaligāma Sutta: In der Gemeinde Pāṭali

Summary: url=index.html#ud.8.06.than Über den Nutzen tugendhaft zu sein.

Ud 8.6

PTS: Ud 85

Pāṭaligāma Sutta: In der Gemeinde Pāṭali

übersetzt aus dem Pali von

Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Samana Johann

Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden

Alternative Formate: udana.pdf (??pages/0.9MB)

<docinfo_head_end>

Ich habe gehört, daß zu einer Begebenheit, während der Befreite, mit einer großen Gemeinschaft von Bhikkhus, am Wandern unter den Magadhans gewesen, er in der Gemeinde Pāṭali ankam. Die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde hörten: „Der Befreite, sagen sie, während mit einer großen Gemeinschaft von Bhikkhus unter den Magadhans wandernd, hat das Dorf Pāṭali erreicht.“ So gingen sie zum Befreiten, und mit Ankunft, sich vor ihm verneigt, setzten sie sich (passend) an die Seite. Als sie dort saßen, sagten sie zu ihm: „Herr, möge der Befreite (dem Nutzen) des Gästesaals zustimmen.“

Der Befreite stimmte mit Schweigen zu. Seine Zustimmung wahrnehmend, standen die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde von deren Sitzen auf, verneigen sich vor ihm, umrundeten ihn, ihn an der Rechten behaltend, und gingen dann zum Gästesaal. Mit Ankunft legten sie überall darin Filztücher aus, richteten Sitze her, stellten Wasserkrug bereit, und machten eine Öllampe an. Dann gingen sie zum Befreiten, und mit Ankunft, sich vor ihm verneigt habend, standen sie (passenden) an der Seite. Als sie dort standen, sagten sie zu ihm: „Herr, der Gästesaal ist überall mit Filztüchern ausgelegt worden, Sitze sind hergerichtet worden, ein Wasserkrug wurde bereitgestellt, und eine Öllampe angemacht. Möge der Befreite tun, was Er gedenkt, es sei nun Zeit es zu tun.“

So ging der Befreite, seine Unterrobe richtend, seine Schale und Roben tragend,(1) zusammen mit einer Gemeinschaft von Bhikkhus, zum Gästesaal. Mit Ankunft wusch er seine Füße, betrat den Saal und setzte sich, mit dem Rücken zur Mittelsäule, nach Osten blickend. Die Gemeinschaft der Bhikkhus wusch deren Füße,betrat den Saal, und setzten sich, mit dem Rücken zur Westwand, nach Osten blickend, rund um den Befreiten angeordnet.

Die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde wuschen deren Füße, betraten den Saal, und setzten sich, mit deren Rücken zur Ostwand, nach Westen blickend, rund um den Befreiten angeordnet.

Dann richtete sich der Befreite an die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde: „Haushälter, da sind diese fünf Nachteile, welche von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommen. Welche fünf?

„Da ist der Fall, daß eine untugendhafte Person, Gewissenlosigkeit dessen Grund, Verlust/Beschlagnahmung von großem Reichtum erfahrt. Dieses ist der erste Nachteil, der von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiters spricht sich schlechte Nachrede über die untugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit fehlend, herum. Dieses ist der zweite Nachteil, der von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiters, was immer für Versammlung die untugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit fehlend, aufwartet, gleich ob jene Nobler Krieger, Brahmanen, Haushälter oder Besinnlicher, tut sie dieses zuversichtslos und beschämt. Dieses ist der dritte Nachteil, der von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiter stirbt die untugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit fehlend, verwirrt. Dieses ist der vierte Nachteil, der von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiters wiedererscheint die untugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit fehlend, mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, in einer Ebene der Entbehrung, einem schlechten Bestimmungort, einem niedrigen Reich, einer Hölle. Dieses ist der fünfte Nachteil, der von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommt.

„Diese, Haushälter, sind die fünf Nachteile, welche von einer untugendhaften Persons Verfehlen in Tugendhaftigkeit kommen.

„Haushälter, da sind diese fünf Vorteile, welche von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommen. Welche fünf?

„Da ist der Fall, daß eine tugendhafte Person, Gewissenhaftigkeit dessen Grund, Erlangen von großem Reichtum erfahrt. Dieses ist der erste Vorteil, der von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiters spricht sich gute Nachrede über die tugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit vollendet, herum. Dieses ist der zweite Vorteil, der von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiters, was immer für Versammlung die tugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit vollendet, aufwartet, gleich ob jene Nobler Krieger, Brahmanen, Haushälter oder Besinnlicher, tut sie dieses zuversichtlich und unbeschämt. Dieses ist der dritte Vorteil, der von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiter stirbt die tugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit vollendet, unverwirrt. Dieses ist der vierte Vorteil, der von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommt.

„Weiters wiedererscheint die tugendhafte Person, in Tugendhaftigkeit vollendet, mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, an einem guten Bestimmungort, einer himmlischen Welt. Dieses ist der fünfte Vorteil, der von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommt.

„Diese, Haushälter, sind die fünf Vorteile, die von einer tugendhaften Persons Vollendung in Tugendhaftigkeit kommen.“

Dann entließ der Befreite, die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde, für einen großen Teil der Nacht, mit Dhamma-Lehrrede angeleitet, gedrängt, erhoben und ermutigt habend, diese, sagten: „Die Nacht ist weit fortgeschritten, Haushälter. Tun nun was Ihr denkt, daß es nun an der Zeit zu tun ist.“

So erhoben sich die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde, erfreut und zustimmend der Worte des Befreiten, von deren Sitzen, verneigten sich vor ihm und gingen, ihn, an der Rechten haltend, umrundend.

Nun, zu dieser Begebenheit waren Sunīdha und Vassakāra, die führenden Minister von Magadha, am Erbauen einer Stadt, in der Pāṭali-Gemeinde, um den Vajjians zuvorzukommen. Und zu dieser Begebenheit nahmen viele tausend Devas die Gründe in der Pāṭali-Gemeinde ein. In der Gegend waren Devas von großem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit großem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten. In der Gegend waren Devas von mittlerem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit mittlerem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten. In der Gegend waren Devas von geringem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit geringem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten.

Der Befreite sah, mit dem himmlischen Auge, gereinigt und das menschliche übertreffend, viele tausend Devas, die Gründe in der Pāṭali-Gemeinde einnehmend. In der Gegend waren Devas von großem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit großem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten. In der Gegend waren Devas von mittlerem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit mittlerem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten. In der Gegend waren Devas von geringem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit geringem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten.

Dann richtete sich der Befreite, in der letzen Wache der Nacht aufstehend, an den Ehrw. Ānanda: „Ānanda, wer erbaut in der Pāṭali-Gemeinde eine Stadt?“

„Sunīdha und Vassakāra, die führenden Minister von Magadha, Herr, sind am Erbauen einer Stadt, in der Gemeinde Pāṭali, um den Vajjians zuvorzukommen.“

„Ānanda, es ist als ob sie die Devas der Dreiunddreißig angerufen haben: Dies ist, wie Sunīdha und Vassakāra, die führenden Minister von Magadha, einer Stadt, in der Gemeinde Pāṭali, um den Vajjians zuvorzukommen, erbauen.

„Gerade nun, Ānanda, sah ich, mit dem himmlischen Auge, gereinigt und das menschliche übertreffend, viele tausend Devas, die Gründe in der Pāṭali-Gemeinde einnehmend. In der Gegend waren Devas von großem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit großem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten. In der Gegend waren Devas von mittlerem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit mittlerem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten. In der Gegend waren Devas von geringem Einfuß, jene Gründe einnehmend, denen die Geister, der Königs Minister mit geringem Einfluß, zugeneigt waren, dort deren Heime zu errichten.

„Ānanda, so weit wie sich der Raum der Ariyans ausdehnt, so weit Kaufleutes Straßen reichen, wird dieses die erhabenste Stadt: Pāṭaliputta,(2) wo die Samenhülsen der Pāṭali-Pflanze aufbrechen werden. Da werden drei Gefahren für Pāṭaliputta sein: vom Feuer, vom Wasser und vom Brechen von Bündnissen.“

Dann gingen Sunīdha und Vassakāra, die führenden Minister Magadha, zum Befreiten, und tauschten, mit Ankunft, zuvorkommende Grüße mit ihm aus. Nach dem Austausch von freundlichen Grüßen und Zuvorkommenheiten, standen sie (passend) an der Seite. Als sie dort standen, sagten sie zu ihm: „Möge der Meister Gotama, gemeinsam mit der Gemeinschaft der Bhikkhus, zu unserem Mahl heute einwilligen.“ Der Befreite willigte schweigend ein.

Dann gingen Sunīdha und Vassakāra, die führenden Minister von Magadha, des Befreitens Einwilligung verstehend, zu deren Gästehaus. Mit Ankunft, nachdem erlesene Haupt- und Nebenspeisen, in deren Gästehaus, hergerichtet, gaben sie dem Befreiten drei Mal bekannt: „Es ist Zeit, Meister Gotama. Das Mahl ist bereit.“

Dann richtete der Befreite früh am Morgen seine Unterrobe und ging, seine Schale und Roben tragend, gemeinsam mit der Gemeinschaft der Bhikkhus zum Gästehaus von Sunīdha und Vassakāra, den führenden Minister von Magadha. Mit Ankunft setzte er sich auf einen bereitgestellten Sitz nieder. Sunīdha und Vassakāra stellten die Gemeinschaft der Bhikkhus, mit dem Buddha als deren Oberhaupt, mit deren eigenen Händen, mit auserlesener Haupt- und Nebenspeise zufrieden. Dann, als der Befreite sein Mahl beendet hatte, und seine Hand von der Schale ließ, setzten sich Sunīdha und Vassakāra, einen niedrigen Sitz nehmend, (passend) an die Seite. Als sie dort saßen, gab der Befreite seine Anerkennung mit diesem Vers:

An welch Platz auch immer, eine weise Person ihre Unterkunft sich macht, dort, mit Nahrung versorgend, für die Tugendhaften, die Gezügelten, Führer des Heiligen Lebens, sollte er diese Gaben widmen, den Devas dort. Diese, Verehrung empfangend, ihn ehren werden; respektiert seiend, ihm Respekt erweisen werden. Als Ergebnis, werden sie Zuneigung für ihn empfinden, gleich jener einer Mutter für ihr Kind, ihren Sohn. Eine Person, der die Devas sich zuwenden, stets mit glücksverheißenden Dingen zusammen trifft.

Dann stand der Befreite, seine Anerkennung an Sunīdha und Vassakāra, mit diesem Vers, gegeben habend, von seinem Sitz auf und ging. Und zu dieser Begebenheit folgten Sunīdha und Vassakāra dem Befreiten direkt hinterher (, denken): „Durch welches Tor auch immer Gotama, der Besinnliche, heute scheidet, dieses wird als Gotama-Tor benannt. Und über welche Furt auch immer er den Ganges-Fluß quert, diese wird als die Gotama-Furt benannt.“

So wurde das Tor, über welches der Befreite schied, als das Gotama-Tor benannt. Dann ging er zum Ganges-Fluß. Nun war der Ganges-Fluß, zu dieser Begebenheit, bis an die Ufer voll, sodaß eine Kuh aus ihm trinken konnte. Einige Leute waren nach Booten suchend, einige waren nach Floßen suchend, einige waren am Floße binden, in Hoffnung von diesem Ufer zum anderen zu kommen. So verschwand der Befreite, gerade so, als würde ein kräftiger Mann seinen gebeugten Arm ausstrecken, oder seinen gestreckten Arm beugen, von nahen Ufer des Ganges-Fluß, und erschien am fernen Ufer, gemeinsam mit der Gemeinschaft der Bhikkhus, wieder. Er saß, daß einige Leute suchend nach Booten waren, einige suchend nach Floßen waren, einige am Floße binden waren, in Hoffnung von diesem Ufer zum anderen zu kommen.

Dann, mit dem Erkennen der Wichtigkeit dessen, rief der Befreite zu diesem Anlaß aus:

Jene die queren die schäumende Flut, eine Brücke gemacht habend, die Sümpfe meidend, während Leute am Floße binden, bereits gequert haben : die Weisen.

Anmerkung

<dl>

1.

Die Übersetzung folgt hier der burmesischen und Sri Lanka- Ausgabe des Textes. Die PTS- und thailändische Ausgabe führen an, daß der Buddha am Morgen zum Gästesaal ging, welches das darauffolgende Ereignis dann nicht richtig erscheinen läßt, denn er würde den gesamten Tag verbracht haben, die Laienanhänger der Pāṭali-Gemeinde zu lehren. Die burmesische und Sri Lanka-Ausgabe, führen im Bezug auf dieses Ereignis in DN 16, explizit an, daß der Buddha am späten Nachmittag zum Gästesaal ging, welches nachvollziehbarer erscheint. Die PTS-Ausgabe führt zu diesem Abschnitt keine Tageszeit an, während die thailändische Ausgabe besagt, daß er am Morgen ging.

2.

Pāṭaliputta wurde später die Hauptstadt Asokas Reichs. Das „Aufbrechen der Samenhülsen (pūṭa-bhedana)“ ist ein Wortspiel zum letzten Teil des Stadtnamens

Archäologisches Zeugnis, dessen was Teil Asokas Palast in Pāṭaliputta gewesen sein mag, zeigen in Schlamm eingeschlossene angebrannte Holzpfeiler: vielleicht ein Hinweis, daß der Palast brannte und dann von der Flut begraben wurde.

</dl>

Siehe auch:

[[de:tipitaka:sut:mn:mn.108.than|MN 108]]; 
[[de:tipitaka:sut:an:an04:an04.183.than|AN 4.183]]. (Die Begebenheit wird auch in <span zze>[[../../dn/dn.16.5-6.than|DN 16]]</span> wiedergegeben.)

de/tipitaka/sut/kn/ud/ud.8.06.than.txt · Zuletzt geändert: 2019/04/15 13:07 von Johann