Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


Übersetzungen dieser Seite?:
de:tipitaka:sut:mn:mn.028.than

Preperation of htmls into ATI.eu currently in progress. Please visite the corresponding page at ZzE. If inspired to get involved in this merits here, one may feel invited to join best here: [ATI.eu] ATI/ZzE Content-style

Maha-hatthipadopama Sutta

<docinfo_head>

Title: Maha-hatthipadopama Sutta: Das Große Elefantenfußabdruckgleichnis

Summary: url=index.html#mn.028.than Eine Erklärung der vier edlen Wahrheiten, sich auf die Aggregate der physischen Form konzentrierend und zeigen (1) wie alle Aggregate zusammenhängen und (2) wie all vier edlen Wahrheiten, zusammen mit dem Prinzip des bedingten Mitaufkommens, im Bezug zu den Aggregaten sind.

MN 28

PTS: M i 184

Maha-hatthipadopama Sutta: Das Große Elefantenfußabdruckgleichnis

übersetzt aus dem Pali von

Ehrwürdigen Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Samana Johann

Alternative Übersetzung: letter.jpg

<docinfo_head_end>

Ich habe gehört, daß der Befreite zu einem Anlaß nahe Savatthi, in Jetas Hain, Anathapindikas Kloster verweilte. Dort richtete sich der Ehrw. Sariputta an die Bhikkhus, sprechend: „Freund Bhikkhus!“

„Ja, Freund“, erwiderten die Bhikkhus.

Der Ehrw. Sariputta sprach: „Freunde, gerade wie die Fußabdrücke aller bebeinten Tiere, von dem Fußabdruck eines Elefanten umschlossen werden, und des Elefantens Fußabdruck, als der führendste, im Bezug auf die Große, anerkannt ist, sammeln sich alle geschickten Eigenschaften unter den vier edlen Wahrheiten. Unter Welchen vier? Unter der edlen Wahrheit von Streß, unter der edlen Wahrheit vom Ursprung von Streß, unter der edlen Wahrheit von der Beendigung von Streß, und unter der edlen Wahrheit, vom Pfad, der zur Beendigung von Streß führt.

„Und was ist die edle Wahrheit vom Streß? Geburt ist streßreich, Altern ist streßreich, Tod ist streßreich; Kummer, Wehklage, Schmerz, Verzweiflung und Bedrängnis sind streßreich; nicht bekommen, was gewünscht, ist streßreich.(1) In Kürze, sind die fünf Festhalteansammlungen streßreich. Und was sind die fünf Festhalteansammlungen? Die Form-Festhalteansammlung, die Gefühl-Festhalteansammlung, die Vorstellung-Festhalteansammlung, die Gestaltung-Festhalteansammlung und die Bewußtsein-Festhalteansammlung.

„Und was ist die Form-Festhalteansammlung? Die vier großen Vorhandenheiten, und Form, die von ihnen abstammt. Und was sind die vier großen Vorhandenheiten? Die Erd-Beschaffenheit, die Flüssigkeit-Beschaffenheit, die Feuer-Beschaffenheit und die Wind-Beschaffenheit.

Die Erd-Beschaffenheit

„Und was ist die Erd-Beschaffenheit? Die Erd-Beschaffenheit kann entweder innerlich oder äußerlich sein. Und welches ist die innerliche Erd-Beschaffenheit? Was immer innerlich, in einem Selbst, hart, fest und [durch Begehren] unterhalten ist: Kopfhaare, Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Nieren, Herz, Leber, Brustfell, Milz, Lungen, große Därme, kleine Därme, Bestandteile des Magens, Kot, ober was sonst innerlich, in einem Selbst, hart, fest und unterhalten ist: Dieses wird die innerliche Erd-Beschaffenheit genannt. Nun sind beide, die innerliche Erd-Beschaffenheit, und die äußerliche Erd-Beschaffenheit, einfach Erd-Beschaffenheit. Und dieses sollte, mit rechtem Einsehen, so gesehen werden, wie es tatsächlich ist: 'Dieses ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.' Wenn jemand so, mit rechtem Einsehen, sieht, wie es tatsächlich ist, wird jener gesättigt gegenüber der Erd-Beschaffenheit, und macht den Geist gegenüber der Erd-Beschaffenheit begierdelos.

„Nun kommt da eine Zeit, Freunde, in der die äußerliche Flüssigkeit-Beschaffenheit herausgefordert ist,(2) und zu dieser Zeit, verschwindet die äußerliche Erd-Beschaffenheit.

So wenn selbst in der äußerlichen Erd-Beschaffenheit, so gewaltig, Unbeständigkeit erkannt wird, Zerstörbarkeit erkannt wird, Neigung zum Vergehen erkannt wird, Veränderlichkeit erkannt wird, was ist dann dieser kurzlebige Körper, unterhalten von Festhalten, ist er 'ich', oder 'mein', oder 'was ich bin'? Es gibt hierzu nur ein 'Nein'.

„Nun wenn Leute einen Bhikkhu [der diese erkannt hat] beleidigen, verärgern und bedrängen, erwägt er das: 'Ein Wehgefühl, geboren aus Ohrkontakt, ist in mir aufgekommen. Und dieses ist abhängig, nicht unabhängig. Abhängig von was? Abhängig von Kontakt.' Und er sieht das dieser Kontakt unbeständig ist, Gefühl unbeständig ist, Vorstellung unbeständig ist, Bewußtsein unbeständig ist. Sein Geist, mit der [Erd-] Beschaffenheit, als seinen Gegenstand/Unterstützung, schnellt hoch, wächst zuversichtlich, standhaft und befreit.

„Und wenn andere Leute den Bhikkhu in einer Weise angehen, die unerwünscht, unangenehm und unannehmbar ist, durch Kontakte mit der Fäusten, Kontakte mit Steinen, Kontakte mit Stöcken und Kontakte mit Messer, erwägt der Bhikkhus das: 'Der Körper ist von solch einer Natur, daß Kontakte mit Fäusten einhergehen, Kontakte mit Steinen einhergehen, Kontakte mit Stöcken einhergehen und Kontakte mit Messer einhergehen. Nun hat der Befreite, in seiner Ermunterung des Gleichnisses mit der Säge {MN 21}, gesagt, „Bhikkhus, selbst wenn Räuber Euch wild in Stücke schneiden würden, Glied für Glied, mit einen Zweihandsäge, würde jener unter Euch, der sein Herz zornig geraten laßt, nicht meinem Angebot folgen.“ So wird meine Beharrlichkeit aufgekommen und unversucht sein, meine Achtsamkeit eingerichtet und unverwirrt, mein Körper ruhig und unaufgeweckt, mein Geist zentriert und geeint. Und nun lasse Kontakt mit Fäusten, über diesen Körper einhergehen, lasse Kontakt mit Steinen, mit Stöcken, mit Messer, über diesen Körper einhergehen, den dieses ist, wie das Angebot des Buddhas getan wird.'

„Und wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.' Gleich als ob eine Schwiegertochter, mit dem Sehen ihres Schwiegervaters, sich ängstlich fühlt, und einen Sinn von Dringlichkeit [ihm gefällig zu sein] aufkommen läßt, in selber Weise, wenn in dem Bhikkhu, sich dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.'

„Aber wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt, eingerichtet ist, dann ist er damit zufriedengestellt. Und selbst in diesem Ausmaß, Freunde, hat der Bhikkhu ein großes Geschäft vollbracht.

Die Flüssigkeit-Beschaffenheit

„Und was ist die Flüssigkeit-Beschaffenheit? Die Flüssigkeit-Beschaffenheit mag entweder innerlich oder äußerlich sein. Was ist die innerliche Flüssigkeit-Beschaffenheit? Was auch immer innerlich, zu einem Selbst gehörend, flüssig ist, wässrig und unterhalten: Gallenflüssigkeit, Phlegma, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränenflüssigkeit, Hautfette, Speichel, Schleim, Gelenksflüssigkeit, Urin, oder was auch immer innerlich, in einem Selbst, flüssig ist, wässrig und unterhalten: Dieses wird die innerliche Flüssigkeit-Beschaffenheit genannt. Nun sind beide, die innerliche Flüssigkeit-Beschaffenheit und die äußerliche Flüssigkeit-Beschaffenheit, einfach Flüssigkeit-Beschaffenheit. Und dieses sollte, mit rechtem Einsehen, so gesehen werden, wie es tatsächlich ist: 'Dieses ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.' Wenn jemand so, mit rechtem Einsehen, sieht, wie es tatsächlich ist, wird jener gesättigt gegenüber der Flüssigkeit-Beschaffenheit, und macht den Geist gegenüber der Flüssigkeit-Beschaffenheit begierdelos.

„Nun kommt da eine Zeit, Freunde, in der die äußerliche Flüssigkeit-Beschaffenheit herausgefordert wird und Dörfer, Siedlungen, Städte und Länder wegspühlt. Da kommt eine Zeit, in der das Wasser in den großen Ozeanen in einhundert Meilen, zweihundert… dreihundert… vielhundert… fünfhundert… sechshundert… siebenhundert Meilen herunter fällt. Da kommt eine Zeit, in der das Wasser der großen Ozeane sieben Palmen tief, sechs… fünf… vier… drei… zwei Palmen tief, eine Palme tief steht. Da kommt eine Zeit, in der das Wasser der großen Ozeane sieben Klafter tief, sech… fünf… vier… drei… zwei Klafter tief, ein Klafter tief steht. Da kommt eine Zeit, in der das Wasser der großen Ozeane einen halben Klafter tief, hüfttief, knietief, knocheltief steht. Da kommt eine Zeit, in der das Wasser der großen Ozeane nicht einmal so tief wie das ersten Glied eines Fingers ist.

„So wenn selbst in der äußerlichen Flüssigkeit-Beschaffenheit, so gewaltig, Unbeständigkeit erkannt wird, Zerstörbarkeit erkannt wird, Neigung zum Vergehen erkannt wird, Veränderlichkeit erkannt wird, was ist dann dieser kurzlebige Körper, unterhalten von Festhalten, ist er 'ich', oder 'mein', oder 'was ich bin'? Es gibt hierzu nur ein 'Nein'.

„Nun wenn Leute einen Bhikkhu [der diese erkannt hat] beleidigen, verärgern und bedrängen, erwägt er das: 'Ein Wehgefühl, geboren aus Ohrkontakt, ist in mir aufgekommen. Und dieses ist abhängig, nicht unabhängig. Abhängig von was? Abhängig von Kontakt.' Und er sieht das dieser Kontakt unbeständig ist, Gefühl unbeständig ist, Vorstellung unbeständig ist, Bewußtsein unbeständig ist. Sein Geist, mit der [Flüssigkeit-] Beschaffenheit, als seinen Gegenstand/Unterstützung, schnellt hoch, wächst zuversichtlich, standhaft und befreit.

„Und wenn andere Leute den Bhikkhu in einer Weise angehen, die unerwünscht, unangenehm und unannehmbar ist, durch Kontakte mit der Fäusten, Kontakte mit Steinen, Kontakte mit Stöcken und Kontakte mit Messer, erwägt der Bhikkhus das: 'Der Körper ist von solch einer Natur, daß Kontakte mit Fäusten einhergehen, Kontakte mit Steinen einhergehen, Kontakte mit Stöcken einhergehen und Kontakte mit Messer einhergehen. Nun hat der Befreite, in seiner Ermunterung des Gleichnisses mit der Säge, gesagt, „Bhikkhus, selbst wenn Räuber Euch wild in Stücke schneiden würden, Glied für Glied, mit einen Zweihandsäge, würde jener unter Euch, der sein Herz zornig geraten laßt, nicht meinem Angebot folgen.“ So wird meine Beharrlichkeit aufgekommen und unversucht sein, meine Achtsamkeit eingerichtet und unverwirrt, mein Körper ruhig und unaufgeweckt, mein Geist zentriert und geeint. Und nun lasse Kontakt mit Fäusten, über diesen Körper einhergehen, lasse Kontakt mit Steinen, mit Stöcken, mit Messer, über diesen Körper einhergehen, den dieses ist, wie das Angebot des Buddhas getan wird.'

„Und wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.' Gleich als ob eine Schwiegertochter, mit dem Sehen ihres Schwiegervaters, sich ängstlich fühlt, und einen Sinn von Dringlichkeit [ihm gefällig zu sein] aufkommen läßt, in selber Weise, wenn in dem Bhikkhu, sich dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.'

„Aber wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt, eingerichtet ist, dann ist er damit zufriedengestellt. Und selbst in diesem Ausmaß, Freunde, hat der Bhikkhu ein großes Geschäft vollbracht.

Die Feuerbeschaffenheit

„Und was ist die Feuer-Beschaffenheit? Die Feuer-Beschaffenheit mag entweder innerlich oder äußerlich sein. Was ist die innerliche Feuer-Beschaffenheit? Was auch immer innerlich, zu einem Selbst gehörend, Feuer ist, feurig und unterhalten: das mit dem [der Körper] erwärmt wird, altert und mit Fieber verbraucht, und das mit dem jenem, was gegessen, getrunken, gekaut und verkostet wird, passend verdaut wird, oder was auch immer innerlich, in einem Selbst, Feuer ist, feurig und unterhalten: Dieses wird die innerliche Feuer-Beschaffenheit genannt. Nun sind beide, die innerliche Feuer-Beschaffenheit und die äußerliche Feuer-Beschaffenheit, einfach Feuer-Beschaffenheit. Und dieses sollte, mit rechtem Einsehen, so gesehen werden, wie es tatsächlich ist: 'Dieses ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.' Wenn jemand so, mit rechtem Einsehen, sieht, wie es tatsächlich ist, wird jener gesättigt gegenüber der Feuer-Beschaffenheit, und macht den Geist gegenüber der Feuer-Beschaffenheit begierdelos.

„Nun kommt da eine Zeit, Freunde, in der die äußerliche Feuer-Beschaffenheit herausgefordert wird und Dörfer, Siedlungen, Städte, Gebiete und Länder auffrißt; und dann an die Grenze eines grünen Gebiets kommend, zu der Grenze einer Straße, zu der Grenze eines felsigen Gebiets, zu der Wassers Grenze kommt, oder zu einem saftigen, gutbewässertem Gebiet, durch Fehlen von Unterhalt ausgeht. Da kommt eine Zeit, in der Leute versuchen Feuer mit Flügelknochen und Sehnenpaaren zu erzeugen.(3)

„So wenn selbst in der äußerlichen Feuer-Beschaffenheit, so gewaltig, Unbeständigkeit erkannt wird, Zerstörbarkeit erkannt wird, Neigung zum Vergehen erkannt wird, Veränderlichkeit erkannt wird, was ist dann dieser kurzlebige Körper, unterhalten von Festhalten, ist er 'ich', oder 'mein', oder 'was ich bin'? Es gibt hierzu nur ein 'Nein'.

„Nun wenn Leute einen Bhikkhu [der diese erkannt hat] beleidigen, verärgern und bedrängen, erwägt er das: 'Ein Wehgefühl, geboren aus Ohrkontakt, ist in mir aufgekommen. Und dieses ist abhängig, nicht unabhängig. Abhängig von was? Abhängig von Kontakt.' Und er sieht das dieser Kontakt unbeständig ist, Gefühl unbeständig ist, Vorstellung unbeständig ist, Bewußtsein unbeständig ist. Sein Geist, mit der [Feuer-] Beschaffenheit, als seinen Gegenstand/Unterstützung, schnellt hoch, wächst zuversichtlich, standhaft und befreit.

„Und wenn andere Leute den Bhikkhu in einer Weise angehen, die unerwünscht, unangenehm und unannehmbar ist, durch Kontakte mit der Fäusten, Kontakte mit Steinen, Kontakte mit Stöcken und Kontakte mit Messer, erwägt der Bhikkhus das: 'Der Körper ist von solch einer Natur, daß Kontakte mit Fäusten einhergehen, Kontakte mit Steinen einhergehen, Kontakte mit Stöcken einhergehen und Kontakte mit Messer einhergehen. Nun hat der Befreite, in seiner Ermunterung des Gleichnisses mit der Säge, gesagt, „Bhikkhus, selbst wenn Räuber Euch wild in Stücke schneiden würden, Glied für Glied, mit einen Zweihandsäge, würde jener unter Euch, der sein Herz zornig geraten laßt, nicht meinem Angebot folgen.“ So wird meine Beharrlichkeit aufgekommen und unversucht sein, meine Achtsamkeit eingerichtet und unverwirrt, mein Körper ruhig und unaufgeweckt, mein Geist zentriert und geeint. Und nun lasse Kontakt mit Fäusten, über diesen Körper einhergehen, lasse Kontakt mit Steinen, mit Stöcken, mit Messer, über diesen Körper einhergehen, den dieses ist, wie das Angebot des Buddhas getan wird.'

„Und wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.' Gleich als ob eine Schwiegertochter, mit dem Sehen ihres Schwiegervaters, sich ängstlich fühlt, und einen Sinn von Dringlichkeit [ihm gefällig zu sein] aufkommen läßt, in selber Weise, wenn in dem Bhikkhu, sich dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.'

„Aber wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt, eingerichtet ist, dann ist er damit zufriedengestellt. Und selbst in diesem Ausmaß, Freunde, hat der Bhikkhu ein großes Geschäft vollbracht.

Die Wind-Beschaffenheit

„Und was ist die Wind-Beschaffenheit? Die Wind-Beschaffenheit mag entweder innerlich oder äußerlich sein. Was ist die innerliche Wind-Beschaffenheit? Was auch immer innerlich, zu einem Selbst gehörend, Wind ist, windig und unterhalten: hochgehende Winde, hinuntergehende Winde, Winde des Magens, Winde der Därme, Winde die durch den Körper ziehen, Ein- und Ausatem, oder was auch immer innerlich, in einem Selbst, Wind ist, windig und unterhalten: Dieses wird die innerliche Wind-Beschaffenheit genannt. Nun sind beide, die innerliche Wind-Beschaffenheit und die äußerliche Wind-Beschaffenheit, einfach Wind-Beschaffenheit. Und dieses sollte, mit rechtem Einsehen, so gesehen werden, wie es tatsächlich ist: 'Dieses ist nicht mein, das bin nicht ich, das ist nicht mein Selbst.' Wenn jemand so, mit rechtem Einsehen, sieht, wie es tatsächlich ist, wird jener gesättigt gegenüber der Flüssigkeit-Beschaffenheit, und macht den Geist gegenüber der Wind-Beschaffenheit begierdelos.

„Nun kommt da eine Zeit, Freunde, in der die äußerliche Wind-Beschaffenheit herausgefordert wird, und Dörfer, Siedlungen, Städte, Bezirke und Länder davon bläst,. Da kommt eine Zeit, in der im letzten Monat der Heißen Zeit, Leute beginnen ein Brise mit Fächer oder Bälgen anzuregen und selbst das Gras an den Fransen der Stohdeckung des Daches sich nicht bewegt.

„So wenn selbst in der äußerlichen Wind-Beschaffenheit, so gewaltig, Unbeständigkeit erkannt wird, Zerstörbarkeit erkannt wird, Neigung zum Vergehen erkannt wird, Veränderlichkeit erkannt wird, was ist dann dieser kurzlebige Körper, unterhalten von Festhalten, ist er 'ich', oder 'mein', oder 'was ich bin'? Es gibt hierzu nur ein 'Nein'.

„Nun wenn Leute einen Bhikkhu [der diese erkannt hat] beleidigen, verärgern und bedrängen, erwägt er das: 'Ein Wehgefühl, geboren aus Ohrkontakt, ist in mir aufgekommen. Und dieses ist abhängig, nicht unabhängig. Abhängig von was? Abhängig von Kontakt.' Und er sieht das dieser Kontakt unbeständig ist, Gefühl unbeständig ist, Vorstellung unbeständig ist, Bewußtsein unbeständig ist. Sein Geist, mit der [Wind-] Beschaffenheit, als seinen Gegenstand/Unterstützung, schnellt hoch, wächst zuversichtlich, standhaft und befreit.

„Und wenn andere Leute den Bhikkhu in einer Weise angehen, die unerwünscht, unangenehm und unannehmbar ist, durch Kontakte mit der Fäusten, Kontakte mit Steinen, Kontakte mit Stöcken und Kontakte mit Messer, erwägt der Bhikkhus das: 'Der Körper ist von solch einer Natur, daß Kontakte mit Fäusten einhergehen, Kontakte mit Steinen einhergehen, Kontakte mit Stöcken einhergehen und Kontakte mit Messer einhergehen. Nun hat der Befreite, in seiner Ermunterung des Gleichnisses mit der Säge, gesagt, „Bhikkhus, selbst wenn Räuber Euch wild in Stücke schneiden würden, Glied für Glied, mit einen Zweihandsäge, würde jener unter Euch, der sein Herz zornig geraten laßt, nicht meinem Angebot folgen.“ So wird meine Beharrlichkeit aufgekommen und unversucht sein, meine Achtsamkeit eingerichtet und unverwirrt, mein Körper ruhig und unaufgeweckt, mein Geist zentriert und geeint. Und nun lasse Kontakt mit Fäusten, über diesen Körper einhergehen, lasse Kontakt mit Steinen, mit Stöcken, mit Messer, über diesen Körper einhergehen, den dieses ist, wie das Angebot des Buddhas getan wird.'

„Und wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.' Gleich als ob eine Schwiegertochter, mit dem Sehen ihres Schwiegervaters, sich ängstlich fühlt, und einen Sinn von Dringlichkeit [ihm gefällig zu sein] aufkommen läßt, in selber Weise, wenn in dem Bhikkhu, sich dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt ist, nicht eingerichtet ist, fühlt er sich ängstlich dem gegenüber, und läßt einen Sinn von Dringlichkeit aufkommen: 'Es ist ein Verlust für mich, kein Gewinn; unrecht mir zustehend, daß, wenn ich mich des Buddhas, Dhamma und Sangha, in dieser Weise wiedererinnere, Gleichmut, gegründet auf dem was nicht geschickt, in mir eingerichtet ist.'

„Aber wenn, in dem Bhikkhu, sich in dieser Weise dem Buddha, Dhamma und Sangha wiedererinnernd, Gleichmut auf dem gegründet, was geschickt, eingerichtet ist, dann ist er damit zufriedengestellt. Und selbst in diesem Ausmaß, Freunde, hat der Bhikkhu ein großes Geschäft vollbracht.

Die Raum-Beschaffenheit

„Freunde, gerade so als ob, Abhängigkeit von Holz, Schlingpflanzen, Gras und Lehm, Raum eingeschlossen, und unter den Begriff 'Haus' zusammengefaßt ist, so ist in selber Weise, wenn Raum in Abhängigkeit von Knochen, Sehnen, Muskeln und Haut eingeschlossen ist, dieses unter dem Begriff 'Form' zusammengefaßt.

Bedingtes Mitaufkommen

„Nun wenn das Auge innerlich intakt ist, aber äußerliche Formen nicht in den Bereich kommen, noch hier ein entsprechendes Einbringen ist, dann ist da kein Aufscheinen einer entsprechenden Art von Bewußtsein. Wenn das Auge innerlich intakt ist, und äußerliche Formen in den Bereich kommen, aber da kein entsprechendes Einbringen ist, dann ist da kein Aufscheinen einer entsprechenden Art von Bewußtsein. Aber wenn das Auge innerlich intakt ist, und äußerliche Formen in den Bereich kommen, und da ein entsprechendes Einbringen ist, dann ist da das Aufscheinen einer entsprechenden Art von Bewußtsein.

„Die Form, welche so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Formfesthalteansammlung zusammengefaßt. Das Gefühl, welches so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Gefühlfesthalteansammlung zusammengefaßt. Die Vorstellung, welche so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Vorstellungfesthalteansammlung zusammengefaßt. Die Gestaltungen, welche so ins Entstehen gekommen sind, werden unter Gestaltungenfesthalteansammlung zusammengefaßt. Das Bewußtsein, welches so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Bewußtseinfesthalteansammlung zusammengefaßt. Jemand bedenkt: 'Dieses, so scheint es, ist wie da Versammlung, Zusammentreffen und Annäherung von diesen fünf Festhalteansammlungen ist. Nun, der Befreite hatte gesagt: „Wer immer bedingtes Mitaufkommen sieht, sieht das Dhamma, wer immer das Dhamma sieht, sieht bedingtes Mitaufkommen.“(4) Und diese Dinge, die fünf Festhalteansammlungen, sind bedingt mitaufgekommen.(5) Jede Begierde, Umschlingen, Ergreifen und Festhalten, an diesen fünf Festhalteansammlungen, ist die Ursache von Streß. Und jedes Überwältigen von Gegierde, Umschlingen, Ergreifen und Festhalten an diesen fünf Festhalteansammlungen, ist die Beendigung von Streß.'(6) Und selbst in diesem Ausmaß, Freunde, hat der Bhikkhu ein großes Geschäft vollbracht.

„Nun, wenn das innerliche Ohr intakt ist…

„Nun, wenn die innerliche Nase intakt ist…

„Nun, wenn die innerliche Zunge intakt ist…

„Nun, wenn der innerliche Körper intakt ist…

„Nun wenn der Verstand innerlich intakt ist, aber äußerliche Gedanken nicht in den Bereich kommen, noch hier ein entsprechendes Einbringen ist, dann ist da kein Aufscheinen einer entsprechenden Art von Bewußtsein. Wenn der Verstand innerlich intakt ist, und äußerliche Gedanken in den Bereich kommen, aber da kein entsprechendes Einbringen ist, dann ist da kein Aufscheinen einer entsprechenden Art von Bewußtsein. Aber wenn der Verstand innerlich intakt ist, und äußerliche Gedanken in den Bereich kommen, und da ein entsprechendes Einbringen ist, dann ist da das Aufscheinen einer entsprechenden Art von Bewußtsein.

„Die Form, welche so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Formfesthalteansammlung zusammengefaßt. Das Gefühl, welches so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Gefühlfesthalteansammlung zusammengefaßt. Die Vorstellung, welche so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Vorstellungfesthalteansammlung zusammengefaßt. Die Gestaltungen, welche so ins Entstehen gekommen sind, werden unter Gestaltungenfesthalteansammlung zusammengefaßt. Das Bewußtsein, welches so ins Entstehen gekommen ist, wird unter Bewußtseinfesthalteansammlung zusammengefaßt. Jemand bedenkt: 'Dieses, so scheint es, ist wie da Versammlung, Zusammentreffen und Annäherung von diesen fünf Festhalteansammlungen ist. Nun, der Befreite hatte gesagt: „Wer immer bedingtes Mitaufkommen sieht, sieht das Dhamma, wer immer das Dhamma sieht, sieht bedingtes Mitaufkommen.“ Und diese Dinge, die fünf Festhalteansammlungen, sind bedingt mitaufgekommen. Jede Begierde, Umschlingen, Ergreifen und Festhalten, an diesen fünf Festhalteansammlungen, ist die Ursache von Streß. Und jedes Überwältigen von Gegierde, Umschlingen, Ergreifen und Festhalten an diesen fünf Festhalteansammlungen, ist die Beendigung von Streß.'(6) Und selbst in diesem Ausmaß, Freunde, hat der Bhikkhu ein großes Geschäft vollbracht.

Das ist was der Ehrw. Sariputta sagte. Befriedet erfreuten sich die Bhikkhus an des Ehrw. Sariputtas Worten.

Anmerkungen

<dl>

1.

In den Abschnitten, in denen der Buddha Streß definiert (z.B.: SN 56.11, DN 22), inkludiert er die Aussagen „Zusammensein mit dem Ungeliebten, ist streßreich, Getrenntsein von dem Geliebten ist streßreich“, vor „nicht bekommen, was man möchte, ist streßreich“. Aus irgend einem Grund, läßt der Ehrw. Sariputta diese Aussagen der Definition fallen, wenn er Streß definiert (hier in MN 9 und MN 141).

2.

Die Zusammensteller des Palikanons nutzten eine allgemeine Theorie, um die Phyisk von Hitze und Bewegung, Meteorologie und die Ätiologie von Unentspanntheit zu erklären. Diese Theorie setzt auf dem Konzept von 'dhatu', Beschaffenheit oder Fähigkeit, auf. Die physischen Beschaffenheiten, dargeboten in dieser Theorie, waren vier: jene der Erde (Festigkeit), Flüssigkeit, Feuer und Wind (Bewegung). Drei von diesen Beschaffenheiten, Flüssig, Feuer und Wind, wurden als potentiell aktiv angesehen. Wenn diese gereizt, aufgerührt oder provoziert wurden (der Pali-Begriff, hier 'pakuppati', wird auch auf der psychologischen Ebene genutzt, wo er ärgern oder angetan, bedeutet) handelten diese als unterliegende Ursache für Aktivitäten in der Natur. Für mehr zu diesem Thema, sehen Sie //Der Geist wie Feuer ungebunden//, Kapitel 2 ein.

3.

AN 7.46 (zitiert in Der Geist wie Feuer ungebunden) führt Flügelknochen und Sehenenpaare als Beispiele von Gegenständen an, die nicht Feuer fangen. Vielleicht war dieser Abschnitt als cosmisches Pardon für jemanden gedacht, der einen andere Person gesehen hat, Feuer mit Feuerstäben zu machen, versuchte dieses nachzuahmen, ohne die grundlegenden Prinzipien, darain verwickelt, zu verstehen. Wenn man Feuerstäbe und Holzspäne benutzt, bekommt man Feuer. Wenn man Flügelknochen anstelle von Feuerstäben und Sehnenpaare Anstelle von Holzspänen benutzt, wurde man dies nicht

4.

Diese Aussage ist an keiner anderen Stelle des gesamten Pali-Kanons zu finden.

5.

Siehe SN 12.2.

6.

Auch wenn die vierte edle Wahrheit, der Pfad, der zur Beendigung von Streß führt, in der Besprechung nicht explizit angeführt ist, ist es der Pfad der zum Überwältigen von Begehren und Verlangen, dem Ablegen von Begehren und Verlangen, nach den fünf Festhalteansammlungen, enthalten.

</dl>

Siehe auch: SN 22.5; Sn 4.9.

de/tipitaka/sut/mn/mn.028.than.txt · Zuletzt geändert: 2019/09/03 09:42 von Johann