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de:tipitaka:sut:sn:sn10:sn10.012.piya

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Alavaka Sutta: Lehrrede an Alavaka

Alavaka Sutta

Summary:

SN 10.12 PTS: S i 213 CDB i 314

Alavaka Sutta: Lehrrede an Alavaka

übersetzt aus dem Pali von

Piyadassi Thera

Übersetzung ins Deutsche von:

Laien für ZzE

Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden

Alternative Übersetzung: Thanissaro

Dieses Sutta scheint ebenfalls auf in: Sn 1.10.

Alternative Formate: Audiofile, ca. 6MB, gelesen von Upasaka Harry

So habe ich es gehört:

Zu einer Gelegenheit lebte der Erhabene in der Wohnstätte des Yakkha (Dämonen) Alavaka, bei Alavi. Dann trat Alavaka an den Erhabenen heran und sagte: „Geh raus hier, Asket (samana).“ — „In Ordnung, Freund“, mit diesen Worten ging der Erhabene nach draußen.

„Komm herein, Asket.“ — „In Ordnung, Freund“, mit diesen Worten trat der Erhabene ein.

„Geh raus hier, Asket“, sagte Alavaka zum zweiten Mal zum Erhabenen. — „In Ordnung, Freund“, mit diesen Worten ging der Erhabene nach draußen.

„Komm herein, Asket.“ — „In Ordnung, Freund“, mit diesen Worten trat der Erhabene ein.

„Geh raus hier, Asket“, sagte Alavaka zum dritten Mal zum Erhabenen. — „In Ordnung, Freund“, mit diesen Worten ging der Erhabene nach draußen.

„Komm herein, Asket.“ — „In Ordnung, Freund“, mit diesen Worten trat der Erhabene ein.

„Geh raus hier, Asket“, sagte Alavaka zum vierten Mal zum Erhabenen. — „Nein, Freund. Ich werde nicht hinaus gehen. Tu, was immer du willst.“

„Ich werde dir eine Frage stellen, Asket. Wenn du sie mir nicht beantwortest, werde ich deinen Geist (deine Gedanken) verwirren, oder dein Herz spalten, oder dich bei den Füßen packen und dich hinüber bis ans andere Ufer des Ozeans (para gangaya) werfen.“

„Nun gut, Freund, ich sehe nicht irgendjemanden in der Welt der Devas, Maras, Brahmas oder unter dieser Generation der Asketen, Brahmanen, Gottheiten und Menschen, der entweder meinen Geist verwirren oder mein Herz spalten könnte, oder der mich bei den Füßen packen und mich hinüber bis ans andere Ufer des Ozeans werfen könnte; wie dem auch sei, Freund, frag, was du willst.“

Dann sprach Alavaka den Erhabenen an, in dem Vers:

1. Welcher Reichtum hier ist der Beste für den Menschen? Was, wohl geübt, zu Glück wird führen? Welcher Geschmack übertrifft alle anderen Geschmäcker? In welcher Weise gelebt ist das Leben das Beste? [Der Buddha:]

2. Vertrauen ist der Reichtum hier am besten für den Menschen. Dhamma, wohl geübt, wird Glück bringen; Wahrheit, in der Tat, übertrifft alle anderen Geschmäcker. Weise gelebt, sagt man, ist das Leben das Beste.

[Alavaka:]

3. Wie die Ströme(1) man überquert? Wie wird die Existenz(2) des Ozeans überquert? Wie wird jemandes Leid überwunden? Wie wird man gereinigt?

[Der Buddha:]

4. Durch Vertrauen werden die Ströme überquert; Durch Wachsamkeit wird der Ozean überquert; Durch Anstrengung wird das eigene Leid überwunden; Durch Weisheit wird man gereinigt;

[Alavaka:]

5. Auf welche Weise Weisheit man erlangt? Auf welche Weise Reichtum man gewinnt? Wie kommt man zu hohem Ansehen und Ehre? Auf welche Art gewinnt man Freundschaft? Wie wandelt man frei von Sorge, wenn aus dieser Welt in eine andere man gegangen?

[Der Buddha:]

6. Der Achtsame und Verständige, der in das Dhamma sein Vertrauen legt; Durch seinen Willen, das Dhamma zu hören, gewinnt er die Weisheit von Nibbana.

7. Wer taktvoll und energisch ist, Und Reichtum durch eigene Anstrengung gewinnt; Hohes Ansehen und Ehre wird er durch Wahrheit erlangen, und Freundschaft durch sein Geben.

8. Er, der Vertrauen hat, gleichermaßen aufrichtig ist, tugendhaft, fest, und freigiebig; Aufgrund dieser vier Bedingungen wird er niemals im Jenseits sich grämen.

9. Wahrhaftigkeit und Zurückhaltung, gutes Tun und Nachsicht sind die großen Reformer des Menschen; Ob da irgendein besseres sei, frage andere Samanas und Brahmanas<.

[Alavaka:]

10. Warum sollte ich nun zu erfragen suchen, on anderen Samanas und Brahmanas, wenn an diesem Tag ich zu lernen erlangte, welches Wohl zu finden, hier und jenseits?

11. Dies für mein Wohl, in der Tat, kam der Buddha nach Alavi; Ein Geschenk bringt stets eine Frucht; Dies ebenfalls lernte ich heute.

12. Von Dorf zu Dorf und Stadt zu Stadt möge ich von nun an wandern Lobpreisend den erhabenen Buddha und das Dhamma, klar von ihm dargelegt.

Dies gesprochen, sagte Alavaka zum Erhabenen:

„Hervorragend, o Gotama, ist Eure Lehre, hervorragend. Gleichsam, als wenn ein Mann aufrecht stellte, was umgestürzt worden wäre, aufdeckte, was verborgen läge, den Weg wiese jemandem, der verloren gegangen war, eine Öllampe in die Dunkelheit brächte, so dass jene mit Augen Dinge sehen könnten; ebenso ist dieses Dhamma (Lehre) in vielerlei Weise erklärt und dargelegt worden von dem ehrwürdigen Gotama. Ich nehme Zuflucht im ehrwürdigen Gotama (dem Buddha), im Dhamma und in der Sangha (der Mönchsgemeinschaft). Möge der ehrwürdige Gotama mich als einen Schüler annehmen, der Zuflucht genommen hat, von diesem Tage an, solange das Leben dauert.“

Anmerkungen

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1.

„Strom“ steht für das Pali-Wort 'ogha>', welches viererlei Art ist — Sinnesfreuden, Werden, falsche Sichtweisen und Ignoranz (kama-ogha, bhava-oga, ditthi-oga, avijja-oga).

2.

„Ozean“ steht für das Pali-Wort 'annavam', welches metaphorisch verwendet wird, um wiederholte Existenz, oder samsara zu bezeichnen.

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de/tipitaka/sut/sn/sn10/sn10.012.piya.txt · Zuletzt geändert: 2019/11/01 06:19 von Johann