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de:lib:authors:thanissaro:asoka

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So, dass das wahre Dhamma lange bestehen bleiben möge

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Title: So, dass das wahre Dhamma lange bestehen bleiben möge: Eine Auswahl von Schriften von König Asoka

Summary:

So, dass das wahre Dhamma lange bestehen bleiben möge

Eine Auswahl von Schriften von König Asoka

ausgesucht und übersetzt von

Thanissaro Bhikkhu

Übersetzung ins Deutsche von:

Laien für ZzE

Alternative Übersetzung: noch keine vorhanden

Alternative Formate: asoka.pdf (30pages/142KB)

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König Asokas Edikte sind bemerkenswerte Aufzeichnungen eines der bemerkenswertesten Ereignisse der menschlichen Geschichte: Die Anstrengung eines Mannes, ein Imperium mit einer Politik, basierend auf Dhamma zu regieren. Asokas Politik hatte drei Zacken: Verwaltung basierend auf Dhamma, Unterricht im Dhamma für die Bevölkerung und persönliche Übung im Dhamma durch den Herrscher.

Die Edikte sind ein direkter Hinweis auf die zweite Zacke und präsentieren zum großen Teil Dhamma als eine Serie von moralischen Prinzipien und rationalem Verhalten, das allen Religionen gleich sein sollte. Wie auch immer sind einige davon im speziellen an Buddhisten gerichtet, und eines davon, das Bhabru-Fels-Edikt, behandelt Themen, die nicht nur für Historiker interessant sind, sondern auch für Buddhisten aller Zeiten und Orte. Es handelt davon, was getan werden sollte, um das wahre Dhamma für lange Zeit am Leben zu halten, und Asokas Vorschlag ist eine Aufzählung von Passagen aus dem buddhistischen Kanon, von denen er sagt, daß alle Buddhisten, ob eingeweiht oder nicht, sie anhören und immer wieder darüber reflektieren sollten. Hier ist der Text des Ediktes:

„Seine gnädige Majestät, König von Magadha, verneigt sich vor der Sangha und, ihnen wünschend, daß diese frei von Krankheiten sein mögen und in Frieden leben, wendet er sich mit folgendem an sie: Ihr kennt gut mein Ausmaß der Verehrung und des Vertrauens in Buddha, Dhamma, Sangha. Was immer von Buddha gesagt wurde, wurde mit Gewissheit gut gesprochen. Doch möge es mir gestattet sein, folgende Passagen von Lehrschriften, die ich gesammelt habe, aufzuzeigen, aufdaß das wahre Dhamma lange bestehen bleiben möge: Vinaya-samukasa, Aliya-vasani, Anagata-bhayani, Muni-gatha, Mauneya-sute, Upatisa-pasine und die Anweisungen an Rahula, beginnend mit (dem Thema über) Falschheit, so wie diese von Buddha gelehrt wurden.

„Ehrwürdige Herren, ich möchte, daß die ehrwürdigen Bhikkhus und Bhikkhunis, wie auch die männlichen und weiblichen Laien, sich diese Passagen regelmäßig anhören und über diese sinnen.

„Zu diesem Zwecke, ehrwürdige Herren, lasse ich dies einmeißeln, sodaß sie meine Absicht kennen mögen.“

Wie man sich vielleicht vorstellen kann, hat diese Passage, seit ihrer Entzifferung 1840, zu einer großen Geschäftigkeit an Mutmaßungen geführt. Nicht zuletzt ist da die Frage, auf welche Passagen im Kanon sich Asoka hier bezieht, und wenn überhaupt, ob er sich auf einen Kanon, so wie wir heute kennen, bezieht.

Gelehrte haben eine gute Anzahl von Druckerpatronen für eine Antwort zerteilt und haben es zusammen gebracht, einen Konsens über die Identität von vier Passagen zu erreichen: Das Aliya-vasani ist die Lehrrede über die Tradition der Noblen (ariya-vamsa) (AN 4.28); das Anagata-bhayani sind die vier Lehrreden über Zukünftige Gefahren (AN 5.77-80); das Muni-gatha ist die Lehrrede über die Weisen (Muni Sutta) im Sutta Nipata (Sn.I.12); und die Anweisungen an Rahula sind das Cula-Rahulovada Sutta (MN 61).

Die anderen drei Abschnitte haben sich als etwas schwieriger in ihrer Identifikation erwiesen. Eine gute Zahl an Gelehrten haben das Nalaka Sutta als das Mauneya-sute favorisiert, dies trotz der Tatsache, daß da ein Moneyya (Weisheit) Sutta im Anguttara Nikaya (AN 3.23) ist. Das Upatisa-pasine (Fragen von Upatissa=Sariputta) ist problematisch, da es keine einzelne Passage mit diesem Namen gibt, und da Sariputta so viele Fragen im Kanon stellt. Manche Gelehrte haben das Sariputta Sutta im Sutta Nipata vorgeschlagen, aber archäologische Hinweise (Gedenktafeln, die von Beginn der Zeit Asokas an produziert wurden und ihren Ursprung in den buddhistischen Pilgerstätten finden) zeigen, daß des Erhw. Assaji Antwort auf Sariputtas erste Frage über die Lehre, die Antwort, die in Sariputta eine Vision von Dhamma entfachte, als er sie hörte, schon lange als der Idealinbegriff der Lehren Buddhas galt. Diese Tradition mag mit dem gegenständlichen Edikt Verbindung haben. Gleich, welchen unterrichteten Buddhisten man heute fragen würde, welche Sariputtas berühmteste Frage war, würde er mit größter Wahrscheinlichkeit auf die Frage an den Ehrw. Assaji verweisen.

Was das Vinaya-samukase betrifft, so hat dies die abstrusesten Mutmaßungen verursacht, da die einzige Referenz zu diesem Wort im Kanon in einem Buch, das kaum jemand liest, vergraben liegt: dem Parivara (VI.4). Die Referenz sagt nicht mehr, als daß da vier „vinaya-samukkamsa“ sind (eigenschaftliche Gesetzmäßigkeiten der Vinaya), doch die Kommentare identifizieren sie als die vier großen Standards, höchstwahrscheinlich gleichzusetzen mit den Vieren erwähnt im Mahavagga, die sich spezifisch mit Vinaya auseinandersetzen, und nicht so wie jene im Maha-parinibbana Sutta, die Dhamma und Vinaya gleichzeitig behandeln.

Dies scheint die Frage, welche Passagen Asoka empfahl, zu klären, wirft jedoch eine andere auf: Warum diese? Und warum in dieser Reihenfolge?

Der womöglich beste Ansatz, diese Fragen zu beantworten, liegt wohl darin diese Abschnitte zu lesen und darüber nachzusinnen, so wie es Asoka vorgeschlagen hat. Nun, hier sind sie. Die meisten von ihnen sind selbsterklärend, außer dem Ersten, über die eigenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten von Vinaya, und dem Gedicht über den Weisen, welches, da es ein Gedicht ist, abschnittsweise Versinnbildlichung benutzt, die für moderne Leser unbekannt erscheinen mögen. So füge ich in der Übersetzung von „Der Weise“, einen Satz von Anmerkungen an, die meisten den Kommentaren entnommen, aber auch aus anderen Abschnitten des Kanons wie auch aus anderen generellen Arbeiten über antike Kultur.

Was die eigenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten der Vinaya betrifft, enthält die Passage nichts, was nicht bemerkenswert wäre, doch erscheint es beim ersten Anlesen so klar, daß man sich vielleicht wundert, warum man diesem überhaupt Aufmerksamkeit schenken sollte. Tatsächlich ist es ein feines Beispiel über die Weitsichtigkeit Buddhas im Aufstellen von Lehren und Regeln. Es ist unausweichlich, dass es eine Anzahl von Dingen gibt, die von den Regeln nicht erfasst werden, und diese Zahl steigt unweigerlich, während Kultur und Technologie sich verändern. Eine etwas unweise Herangehensweise zu diesen Veränderungen wäre, entweder zu sagen, daß alles, was nicht erlaubt ist, verboten ist, und alles, was nicht explizit verboten wurde, erlaubt sei. Buddha setzte wie üblich ein System der Interpretation an, das beide dieser Extreme vermeidet, und hilft damit der Sicherung eines langen Bestehens seiner Lehransätze und Verhaltensweise, indem er eine Richtlinie für Erweiterungen gegenüber neuen Objekten und Situationen, so solche aufkommen, angibt.

Die eigenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten des Vinaya

Nun kam zu dieser Zeit in den Bhikkhus Ungewissheit im Bezug auf diesen oder jenen Gegenstand auf: „Was wurde nun vom Befreiten erlaubt? Was wurde nicht erlaubt?“ Sie erzählten diese Angelegenheit dem Befreiten (der sprach):

„Bhikkhus, was immer ich nicht zum Gegenstand gemacht habe, sagend: 'Dies ist nicht zulässig', wenn dieses mit jenem zusammen paßt, das nicht zulässig ist, wenn es gegen jenes geht, das zulässig ist, dann ist dieses nicht zulässig für Euch.

„Bhikkhus, was immer ich nicht zum Gegenstand gemacht habe, sagend: 'Dies ist nicht zulässig', wenn dieses mit jenem zusammen paßt, das zulässig ist, wenn es gegen jenes geht, das nicht zulässig ist, dann ist dieses zulässig für Euch.

„Und was immer ich nicht erlaubt habe, sagend: 'Dies ist zulässig', wenn es mit jenem zusammen paßt, das nicht zulässig ist, wenn es gegen jenes geht, daß zulässig ist, dann ist dieses nicht zulässig für Euch.

„Und was immer ich nicht erlaubt habe, sagend: 'Dies ist zulässig', wenn es mit jenem zusammen paßt, das zulässig ist, wenn es gegen jenes geht, das nicht zulässig ist, dann ist dies zulässig für Euch.“ Mv.VI.40.1

Die Gepflogenheiten der Noblen

Diese vier Gepflogenheiten der Noblen, ursprünglich, seit langem bestehend, traditionell, altertümlich, unverfälscht, unverfälscht von Beginn an, sind nicht offen für Verdächtigung, werden niemals für Verdächtigung offen sein und sind unverworfen von wissensfähigen Besinnlichen und Brahmanen. Welche vier?

Da ist der Fall, in dem ein Bhikkhu völlig zufrieden mit jeglichem alten Robenstoff ist. Er spricht im Lob über die Genügsamkeit mit jeglichem alten Robenstoff. Er tut nichts unziemliches oder unpassendes für einen Robenstoff. Keinen Stoff bekommend, ist er nicht aufgewühlt. Stoff bekommend, nutzt er ihn, nicht gebunden daran, unvernarrt, schuldlos, die Auswirkungen (von Anhaftung an ihn) sehend, und bedenkt das Entkommen von diesen. Wegen seiner Genügsamkeit mit jeglichem alten Robenstoff, verherrlicht er weder sich, noch verunglimpft er damit andere. In diesem ist er geschickt, kraftvoll, wachsam und achtsam. Dieses, Bhikkhus, wird ein Bhikkhu, gefestigt in der altertümlichen, ursprünglichen Gepflogenheit der Noblen genannt.

Weiters ist der Bhikkhu völlig zufrieden mit jeglicher alten Almosenspeise. Er spricht im Lob über die Genügsamkeit mit jeglicher alten Almosenspeise. Er tut nichts unziemliches oder unpassendes für eine Almosenspeise. Keine Almosenspeise bekommend, ist er nicht aufgewühlt. Almosenspeise bekommend, nutzt er sie, nicht gebunden daran, unvernarrt, schuldlos, die Auswirkungen (von Anhaftung an ihn) sehend und bedenkt das Entkommen von diesen. Wegen seiner Genügsamkeit mit jeglicher alten Almosenspeise, verherrlicht er weder sich, noch verunglimpft er damit andere. In diesem ist er geschickt, kraftvoll, wachsam und achtsam. Dieses, Bhikkhus, wird ein Bhikkhu, gefestigt in der altertümlichen, ursprünglichen Gepflogenheit der Noblen genannt.

Weiters ist der Bhikkhu völlig zufrieden mit jeglicher alten Unterkunft. Er spricht im Lob über die Genügsamkeit mit jeglicher alten Unterkunft. Er tut nichts unziemliches oder unpassendes für eine Unterkunft. Keine Unterkunft bekommend, ist er nicht aufgewühlt. Unterkunft bekommend, nutzt er sie, nicht gebunden daran, unvernarrt, schuldlos, die Auswirkungen (von Anhaftung an ihn) sehend und bedenkt das Entkommen von diesen. Wegen seiner Genügsamkeit mit jeglicher alten Unterkunft verherrlicht er weder sich, noch verunglimpft er damit andere. In diesem ist er geschickt, kraftvoll, wachsam und achtsam. Dieses, Bhikkhus, wird ein Bhikkhu, gefestigt in der altertümlichen, ursprünglichen Gepflogenheit der Noblen genannt.

Weiters findet der Bhikkhu Freude und Verzückung im Entwickeln (geschickter Qualitäten), findet Freude und Verzückung im Ablegen (ungeschickter Qualitäten). Wegen seiner Freude und Verzückung am Entwickeln und Ablegen, verherrlicht er weder sich, noch verunglimpft er damit andere. In diesem ist er geschickt, kraftvoll, wachsam und achtsam. Dieses, Bhikkhus, wird ein Bhikkhu, gefestigt in der altertümlichen, ursprünglichen Gepflogenheit der Noblen genannt.

Diese sind die vier Gepflogenheiten der Noblen, ursprünglich, seit langem bestehend, traditionell, altertümlich, unverfälscht, unverfälscht von Beginn an, die nicht offen für Verdächtigung sind, niemals für Verdächtigung offen sein werden, und unverworfen von wissensfähigen Besinnlichen und Brahmanen.

Und weiters besiegt ein Bhikkhu, bestückt mit diesen vier Gepflogenheiten der Noblen, wenn er im Osten lebt, Unbehagen und wird von Unbehagen nicht besiegt. Wenn er im Westen… im Norden… im Süden lebt, besiegt er Unbehagen und wird von Unbehagen nicht besiegt. Warum ist das? Weil der Weise beides, Behagen und Unbehagen, erträgt.

Dies wurde vom Befreiten gesprochen. Dies gesagt, sprach er weiter:

Unbehagen besiegt den Erleuchteten nicht. Unbehagen drückt ihn nicht. Er besiegt Unbehagen, weil er es erträgt. Alle Taten abgeworfen: wer könnte ihn behindern? Wie ein Schmuck aus feinstem Gold: Wer ist gerüstet, Fehler an ihm zu finden? Selbst die Devas preisen ihn, selbst von Brahma er gepriesen ist. AN 4.28

Zukünftige Gefahren: I

Bhikkhus, diese fünf zukünftigen Gefahren sind genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt. Welche fünf?

Da ist der Fall, in dem ein Bhikkhu, in der Wildnis lebend, sich an dieses erinnert: Ich lebe nun alleine in der Wildnis. Während ich alleine in der Wildnis lebe, könnte mich eine Schlange beißen, mich ein Skorpion stechen, mich ein Hundertfüßler beißen. So könnte der Tod über mich kommen. Dies wäre ein Hindernis für mich. So möge ich Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen.

Dies ist die erste zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu, in der Wildnis lebend, an dieses: Ich lebe nun alleine in der Wildnis. Während ich alleine in der Wildnis lebe, stolpernd, könnte ich fallen; meine Nahrung, angefault, könnte mich plagen; meine Galle könnte mich erregen, mein Schleim… stechende Windkräfte (im Körper) könnten mich reizen. So könnte der Tod über mich kommen. Dies wäre ein Hindernis für mich. So möge ich Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen.

Dies ist die zweite zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu, in der Wildnis lebend, an dieses: Ich lebe nun alleine in der Wildnis. Während ich alleine in der Wildnis lebe, könnte ich mit bösartigen Untieren zusammentreffen: einem Löwen oder einem Tiger oder einem Leoparden oder einem Bären oder einer Hyäne. Sie könnten mir mein Leben nehmen. So könnte der Tod über mich kommen. Dies wäre ein Hindernis für mich. So möge ich Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen.

Dies ist die dritte zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu, in der Wildnis lebend, an dieses: Ich lebe nun alleine in der Wildnis. Während ich alleine in der Wildnis lebe, könnte ich mit jungen Leuten, auf ihrem Weg, ein Verbrechen zu begehen, oder auf ihrem Weg zurück, zusammentreffen. Sie könnten mir mein Leben nehmen. So könnte der Tod über mich kommen. Dies wäre ein Hindernis für mich. So möge ich Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen.

Dies ist die vierte zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu, in der Wildnis lebend, an dieses: Ich lebe nun alleine in der Wildnis. Und in der Wildnis sind bösartige nichtmenschliche Wesen (Geister). Sie könnten mir mein Leben nehmen. So könnte der Tod über mich kommen. Dies wäre ein Hindernis für mich. So möge ich Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, unternehmen.

Dies ist die fünfte zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Dies sind die fünf zukünftigen Gefahren, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der in der Wildnis, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt. AN 5.77

Zukünftige Gefahren: II

Bhikkhus, diese fünf zukünftigen Gefahren sind genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt. Welche fünf?

Da ist der Fall, in dem ein Bhikkhu sich an dieses erinnert: Zur Zeit bin ich jung, schwarz das Haar, bestückt mit dem Glück der Jugend des ersten Lebensabschnitts. Doch die Zeit wird kommen, daß dieser Körper vom Altern befallen ist. Wenn man von Altern und Verfall überwältigt ist, ist es nicht leicht, den Lehren Buddhas Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht leicht, in abgeschiedenen Wäldern oder in Wildnisherbergen zu verweilen. Bevor diese unwillkommene, unangenehme, widerwärtige Sache passiert, möge ich zuerst Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen, daß ich - bestückt mit Dhamma - in Frieden lebe, selbst wenn ich alt bin.

Dies ist die erste zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu an dieses: Zur Zeit bin ich frei von Krankheit und Unwohlsein, bestückt mit guter Verdauung: nicht zu kalt, nicht zu heiß, von gewöhnlicher Stärke und Widerstandskraft. Doch die Zeit wird kommen, daß dieser Körper von Krankheit befallen ist. Wenn man von Krankheit überwältigt ist, ist es nicht leicht, den Lehren Buddhas Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht leicht, in abgeschiedenen Wäldern oder in Wildnisherbergen zu verweilen. Bevor diese unwillkommene, unangenehme, widerwärtige Sache passiert, möge ich zuerst Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, unternehmen, daß ich - bestückt mit Dhamma - in Frieden lebe, selbst wenn ich krank bin.

Dies ist die zweite zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu an dieses: Zur Zeit ist Nahrung reichlich, zu Almosen kommt man leicht. Leicht ist es, sich durch Nachlese und Gönnerschaft zu erhalten. Doch die Zeit wird kommen, daß da Hungersnot ist: Nahrung ist spärlich, Almosen schwer zu bekommen, und es ist nicht leicht, sich durch Nachlese und Gönnerschaft zu erhalten. Da werden sie dann zusammengepfercht aneinander leben. Wenn man zusammengepfercht aneinander lebt, ist es nicht leicht, den Lehren Buddhas Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht leicht, in abgeschiedenen Wäldern oder in Wildnisherbergen zu verweilen. Bevor diese unwillkommene, unangenehme, widerwärtige Sache passiert, möge ich zuerst Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, unternehmen, daß ich - bestückt mit Dhamma - in Frieden lebe, selbst wenn da Hungersnot ist.

Dies ist die dritte zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu an dieses: Zur Zeit sind die Leute - in Harmonie, in freundlicher Gesinnung, ohne Auseinandersetzung - wie Milch vermischt mit Wasser, betrachten einander mit Augen der Zuneigung. Doch die Zeit wird kommen, wenn da Gefahren sind und eine Invasion von wilden Stämmen. Die Macht übernommen, werden sie das Land umringen. Wenn da Gefahren sind, werden sich Leute an Stellen sammeln, wo es sicher ist. Dort werden sie dann zusammengepfercht aneinander leben. Wenn man zusammengepfercht aneinander lebt, ist es nicht leicht, den Lehren Buddhas Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht leicht in abgeschiedenen Wäldern oder in Wildnisherbergen zu verweilen. Bevor diese unwillkommene, unangenehme, widerwärtige Sache passiert, möge ich zuerst Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen, daß ich - bestückt mit Dhamma - in Frieden lebe, selbst wenn da Gefahr ist.

Dies ist die vierte zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Weiters erinnert sich der Bhikkhu an dieses: Zur Zeit lebt die Sangha - in Harmonie, in freundlicher Gesinnung, ohne Auseinandersetzung - in Behaglichkeit mit einer einzigen Wiedergabe (Rezitation). Doch die Zeit wird kommen, wenn die Sangha sich spaltet. Wenn die Sangha gespalten ist, ist es nicht leicht, den Lehren Buddhas Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht leicht in abgeschiedenen Wäldern oder in Wildnisherbergen zu verweilen. Bevor diese unwillkommene, unangenehme, widerwärtige Sache passiert, möge ich zuerst Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten unternehmen, daß ich - bestückt mit Dhamma - in Frieden lebe, selbst wenn die Sangha gespalten ist.

Dies ist die fünfte zukünftige Gefahr, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu, der aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

Dies sind die fünf zukünftigen Gefahren, die genug schon, wenn bedacht, für einen Bhikkhu der, aufmerksam, begeistert und entschlossen, für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, lebt.

AN 5.78

Zukünftige Gefahren: III

Bhikkhus, diese fünf Gefahren, unaufgekommen in der Gegenwart, werden in der Zukunft aufkommen. Seid ihnen gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen. Welche fünf?

Da werden im Verlauf der Zukunft, Bhikkhus unentwickelt im körperlichen Verhalten, unentwickelt in Tugend, unentwickelt im Geist, unentwickelt in Einsicht sein. Diese - unentwickelt im körperlichen Verhalten, unentwickelt in Tugend, unentwickelt im Geist, unentwickelt in Einsicht - werden anderen volle Einweihung erteilen und nicht fähig sein, diese in gehobener Tugend, gehobenem Geist, gehobener Einsicht zu erziehen. Jene werden dann auch unentwickelt in körperlichem Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. Jene - unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht seiend - werden wieder anderen volle Einweihung erteilen und nicht fähig sein, diese in gehobener Tugend, gehobenem Geist, gehobener Einsicht zu erziehen. Diese werden dann auch unentwickelt in körperlichem Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. So kommt von korruptem Dhamma korruptes Verhalten; von korruptem Verhalten korruptes Dhamma.

Dies, Bhikkhus, ist die erste Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran sie los zu bekommen.

Und weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus unentwickelt im körperlichen Verhalten, unentwickelt in Tugend, unentwickelt im Geist, unentwickelt in Einsicht sein. Diese - unentwickelt im körperlichen Verhalten, unentwickelt in Tugend, unentwickelt im Geist, unentwickelt in Einsicht - werden andere als ihre Schüler annehmen und nicht fähig sein, diese in gehobener Tugend, gehobenem Geist, gehobener Einsicht zu erziehen. Diese werden dann auch unentwickelt in körperlichem Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. Jene - unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht seiend - werden wieder andere als ihre Schüler aufnehmen und nicht fähig sein, diese in gehobener Tugend, gehobenem Geist, gehobener Einsicht zu erziehen. Diese werden dann auch unentwickelt in körperlichem Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. So kommt von korruptem Dhamma korruptes Verhalten; von korruptem Verhalten korruptes Dhamma.

Dies, Bhikkhus, ist die zweite Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Und weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus, unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. Diese - unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht seiend - werden Reden über höheres Dhamma oder Reden bestehend aus Fragen und Antworten geben, werden in dunkle mentale Zustände verfallen, ohne sich dessen bewußt zu sein. So kommt von korruptem Dhamma korruptes Verhalten; von korruptem Verhalten korruptes Dhamma.

Dies Bhikkhus, ist die dritte Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Und weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus, unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. Diese - unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht seiend - werden nicht auf die Lehrreden, welche Worte des Tathagatas sind - tief, inhaltsschwer, überweltlich, verbunden mit der Leere - hören, wenn diese wiedergegeben werden. Sie werden kein Ohr leihen, werden ihr Herz nicht ausrichten, diese zu kennen, werden diese Lehren nicht als würdig des Aneignens und Meisterns ansehen. Aber sie werden zuhören, wenn Lehrreden die literarisch Werke sind - Arbeiten von Dichtern, elegant im Klang, elegant in Redekunst, die Arbeit von Außenseitern, Worte von Schülern - wiedergegeben werden. Sie werden diesen ein Ohr leihen und ihre Herzen ausrichten, sie zu kennen. Sie werden diese Lehren als würdig des Aneignens und Meisterns ansehen. So kommt von korruptem Dhamma korruptes Verhalten; von korruptem Verhalten korruptes Dhamma.

Dies, Bhikkhus, ist die vierte Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Und weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht sein. Diese - unentwickelt im körperlichen Verhalten… Tugend… Geist… Einsicht seiend - werden zu Älteren werden, die in Luxus, teilnahmslos, führend in Rückfälligkeit, der Pflicht zur Einsamkeit ausweichend, leben. Sie werden keine Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, unternehmen. So kommt von korruptem Dhamma korruptes Verhalten; von korruptem Verhalten korruptes Dhamma. Sie werden zu einem Vorbild für spätere Generationen werden, welche auch genußsüchtig in ihrer Lebensweise werden, teilnahmslos, führend in Rückfälligkeit, der Pflicht der Einsamkeit ausweichend, leben werden, und werden keine Anstrengung für das Erlangen des Jetztnochnichterreichten, das Erreichen des Jetztnochnichterreichten, die Verwirklichung des Jetztnochnichterreichten, unternehmen. So kommt von korruptem Dhamma korruptes Verhalten; von korruptem Verhalten korruptes Dhamma.

Dies Bhikkhus, ist die fünfte Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Dies Bhikkhus, sind die fünf Gefahren, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen werden. Seid ihnen gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran sie los zu bekommen. AN 5.79

Zukünftige Gefahren: IV

Bhikkhus, diese fünf Gefahren, unaufgekommen in der Gegenwart, werden in der Zukunft aufkommen. Seid ihnen gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran sie los zu bekommen. Welche fünf?

Da werden im Verlauf der Zukunft, Bhikkhus begehrlich nach feinen Roben sein. Diese, begehrlich nach feinen Roben, werden die Übung des Tragens von abgestoßenen Stoffen verwerfen; werden das abgesonderte Leben in Wald oder Wildnisbehausungen verwerfen; werden in Dörfer, Städte und königliche Hauptstädte ziehen und dort ihre Residenz einnehmen. Für feine Roben werden sie viele unziemliche und unpassende Dinge tun.

Dies, Bhikkhus, ist die erste Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus begehrlich nach feiner Nahrung sein. Diese, begehrlich nach feiner Nahrung, werden die Übung des Almosengangs verwerfen; werden das abgesonderte Leben in Wald oder Wildnisbehausungen verwerfen; werden in Dörfer, Städte und königliche Hauptstädte ziehen, dort ihre Residenz einnehmen und Spitzengeschmäcker mit der Spitze der Zunge aussuchen. Für feine Nahrung werden sie viele unziemliche und unpassende Dinge tun.

Dies, Bhikkhus, ist die zweite Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus begehrlich nach feiner Unterkunft sein. Diese, begehrlich nach feiner Unterkunft, werden die Übung des Lebens in der Wildnis verwerfen; werden das abgesonderte Leben in Wald oder Wildnisbehausungen verwerfen; werden in Dörfer, Städte und königliche Hauptstädte ziehen und dort ihre Residenz einnehmen. Für feine Unterkunft werden sie viele unziemliche und unpassende Dinge tun.

Dies, Bhikkhus, ist die dritte Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus sein, die in enger Gemeinschaft mit Nonnen, weiblichen Probekandidaten und Novizen leben werden. So sie mit Nonnen, weiblichen Probekandidaten und Novizen Umgang pflegen, kann man erwarten, dass sie entweder das heilige Leben unbefriedigt führen oder in ein gröberes Vergehen verfallen werden, die Übung verlassend, um in eine niedrigere Art des Lebens zurückzukehren.

Dies, Bhikkhus, ist die vierte Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Weiters werden da im Verlauf der Zukunft Bhikkhus sein, die in enger Gemeinschaft mit Klosterdienern und Novizen leben werden. So sie mit Klosterdienern und Novizen Umgang pflegen, kann man erwarten, dass sie mit der Absicht leben, alle möglichen Arten des Besitzes anzusammeln, und Saat wie Felder abstecken. Dies ist die fünfte zukünftige Gefahr…

Dies Bhikkhus, ist die fünfte Gefahr, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen wird. Seid ihr gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen.

Dies Bhikkhus, sind die fünf Gefahren, unaufgekommen in der Gegenwart, die in der Zukunft aufkommen werden. Seid ihnen gegenüber wachsam, wachsam seiend, arbeitet daran, sie los zu bekommen. AN 5.80

Der Weise

Gefahr ist geboren aus Innigkeit,(1) Gesellschaft gibt Staub Geburt.(2) Frei von Innigkeit, frei von Gesellschaft: so ist die Vision des Weisen. Wer, zerstörend, was geboren würde nicht wieder säen, noch nähren, was aufkommen mag: Sie nennen ihn den wandernden, einsamen Weisen. Er hat den Zustand des Friedens gesehen. Den Boden bedenkend, den Samen zerdrückend, würde er das Lebensmark nicht nähren(3) — wahrlich ein Weiser — Seher des Endes von Geburt, Mutmaßungen abgelegt, er nicht eingeordnet werden kann. Alle Behausungen kennend,(4) nach keiner irgendwo strebend — wahrlich ein Weiser — ohne Gelüste, ohne Gier, baut er nicht,(5) ist er doch darüber hinaus. Alles überwunden, alles wissend, weise. Im Bezug auf alle Dinge: unbeschmiert. Alles ablegend, in der Beendigung des Verlangens, befreit: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Stark in Einsicht, tugendhaft in seinem Tun, mittig, verzückt in Jhana, achtsam, von Anhaftungen befreit, keine Einschränkungen :: keine Ausflüsse mehr:(6) Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Der wandernde, einsame Weise, unselbstgefällig, unerschüttert von Tadel und Lob. Unerschrocken wie des Löwen Ruf. Losgelöst, wie der Wind in einem Netz. Unbenetzt, wie der Lotos im Wasser. Führer anderer, von anderen unangeführt: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Wie ein Poller in einer Badefurt,(7) wenn andere von Extremen sprechen. Er, ohne Leidenschaft, seine Sinne gut zentriert: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Wahrlich selbstsicher, wie ein Weberschiff gerade,(8) ekeln ihn böse Handlungen an. Besinnend, was den Ton trifft und was nicht:(9) Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Selbstbeherrscht, begeht er keine schlechte Tat. Jung oder im mittleren Alter, der Weise ist selbstbeherrscht, niemals erzürnt, er niemanden erzürnt: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Von den Besten, dem Gewöhnlichen, dem Übergelassenen seine Almosen erhält. Erhält sich davon, was andere geben, weder schmeichelhaft noch herabsetzend spricht: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Der wandernde Weise steht ab von Geschlechtsverkehr, in Jugend von niemandem gebunden, von Berauschung abstehend,(10) Wohlgefälligkeit völlig bei Seite gelegt: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Die Welt kennend, das höchste Ziel erspäht, den Ozean überquerend,(11) die Flut,(12) — So —(13) seine Fesseln gesprengt, unanhaftend keine Ausflüsse mehr: Von Erleuchteten ein Weiser genannt. Diese beiden sind verschieden, sie verweilen weit voneinander entfernt: der Hausmann, eine Frau unterstützend, und der Selbstlose, von guten Taten. Andere Wesen schlachtend, unbeherrscht der Haushälter ist. Stets beschützt der Weise andere Wesen, ist beherrscht. Wie der gekammte, blauhälsige Pfau, wenn er fliegt, niemals übertrifft die Wildganz in Schnelligkeit: So auch der Haushälter niemals dem Bhikkhu gleichkommen wird, dem Weisen in Zurückgezogenheit, Vertiefung (Jhana) pflegend im Wald. Sn.I.12

Weisheit (moralische Vollkommenheit)

Bhikkhus, da sind diese drei Formen von Weisheit (moralische Vollkommenheit). Welche drei? Körperliche Weisheit, verbale Weisheit und geistige Weisheit.

Und was ist körperliche Weisheit? Da ist der Fall, in dem eine Bhikkhu absteht, Leben zu nehmen, vom Stehlen absteht, von Unkeuschheit absteht. Dies wird körperliche Weisheit genannt.

Und was ist verbale Weisheit? Da ist der Fall, in dem ein Bhikkhu vom Lügen absteht, von zertrennlichem Geschichtenerzählen absteht, von roher Sprache absteht, absteht von unnützem Geschwätz. Dies wird verbale Weisheit genannt.

Und was ist geistige Weisheit? Da ist der Fall, in dem ein Bhikkhu, der mit dem Entfernen und Schwinden von geistigen Gärungen, in gärungsfreier Wesensdrang-Befreiung und Einsichts-Befreiung verweilt, diese erkannt und für sich selbst im Hier und Jetzt offenkundig gemacht. Dies wird geistige Weisheit genannt.

Diese, Bhikkhus, werden die drei Formen von Weisheit genannt.

Ein Weiser in Körper, ein Weiser in Sprache, Ein Weiser im Geist, ohne Gärungen: ein Weiser in Klugheit vollkommen, sagt man, hat abgelegt alles. — das All. AN 3.123 (3.120)

Sariputtas (Upatissas) Fragen

Nun zu einer Zeit verweilte der Wanderer Sanjaya in Rajagaha, in Begleitung einer großen Gruppe von Wanderern, zweihundertfünfzig allesamt. Und zu dieser Zeit übten Sariputta und Moggallana das heilige Leben unter Sanjaya. Sie hatten diese Vereinbarung getroffen: Wer auch immer zuerst die Todlosigkeit erreicht, wird den anderen informieren.

Dann erhob sich der Ehrw. Assaji früh am Morgen, nahm seine Robe und Schüssel und betrat Rajagaha um Almosen: anmutig in der Art, wie er kam und ging, vor und zurück schaute, seinen Arm einzog und ausstreckte; seine Augen nach unten geneigt, vollkommen in all seinen Bewegungen. Sariputta, der Wanderer, sah den Ehrw. Assaji um Almosen in Rajagaha gehen: anmutig… seine Augen nach unten gerichtet, vollkommen in all seinen Bewegungen. Wie er ihn sah, kam in ihm der Gedanke auf: „Sicherlich, von jenen in dieser Welt, die Arahants sind oder den Weg zur Arahantschaft betreten haben, ist dieser einer. Was wäre, wenn ich an ihn herantäte und ihn fragte: „Auf wessen Rechenschaft seid Ihr fort geschritten? Wer ist Euer Lehrer? In wessen Dhamma erfreut Ihr euch?'“

Doch dann kam Sariputta, dem Wanderer, der Gedanke auf: „Dies ist die falsche Zeit, um ihn zu fragen. Er geht um Almosen in der Stadt. Was wäre, wenn ich diesem Bhikkhu, der den Pfad für jene, die ihn suchen, gefunden hat, hinterher folgte?“

Nachdem der Ehrw. Assaji um Almosen in Rajagaha gegangen war, ging er, die Almosen mit sich nehmend, die er erhalten hatte, wieder fort. Sariputta, der Wanderer, trat an ihn heran, und, angekommen, freundschaftliche Grüße ausgetauscht und sich in höflicher Unterhaltung betätigt, stand er an einer Seite. Als er dort stand, sagte er: „Eure Fähigkeiten sind strahlend, mein Freund, Euer Erscheinungsbild rein und klar. Auf wessen Rechenschaft seid Ihr fort geschritten? Wer ist Euer Lehrer? In wessen Dhamma erfreut Ihr Euch?“

„Da ist, mein Freund, der Großartige Besinnliche, ein Sohn der Sakyas, von der Sakya-Familie fort gezogen. Ich bin auf Rechenschaft dieses Befreiten fort geschritten. Der Befreite ist mein Lehrer. Es ist in des Befreiten Dhamma, in dem ich mich erfreue.“

„Doch was ist Eures Lehrers Lehre? Was verkündet er?“

„Ich bin neu, mein Freund, nicht lange fort geschritten, erst kürzlich dieser Lehre und Disziplin beigetreten. Ich kann die Lehransicht nicht im Detail erklären, aber ich kann Euch das Wesentliche in Kürze wiedergeben.“

Dann sprach Sariputta, der Wanderer, dies zum Ehrw. Assaji:

Sprich ein wenig oder viel, doch erzähle mir nur den Kern. Der Kern ist, was ich möchte. Was hätte viel Gerede für einen Nutzen?

Dann gab der Ehrw. Assaji Sariputta, dem Wanderer, eine Erklärung des Dhammas:

Was auch immer für Phänomene, durch Ursachen, aufkommen mögen: deren Ursache und deren Beendigung. So ist die Lehre des Tathagata, des Großartigen Besinnlichen.

Da kam Sariputta, dem Wanderer, während er diese Dhamma-Erklärung hörte, das staublose, makellose Dhamma-Auge auf: „Was immer Gegenstand von Entstehung ist, ist alles Gegenstand der Beendigung.“

Selbst, wenn nur dies das Dhamma ist, seid Ihr durchgedrungen zum Sorgenlosen (asoka) Zustand, ungesehen, übersehen (von uns) seit vielen Myriaden von Äonen.

Dann ging Sariputta, der Wanderer, dort hin, wo Moggallana, der Wanderer, verweilte. Moggallana, der Wanderer, sah ihn aus der Ferne herankommen, und, ihn erblickend, sagte er: „Eure Fähigkeiten sind strahlend, mein Freund; Euer Erscheinungsbild ist rein und klar. Kann es sein, daß Ihr die Todlosigkeit erreicht habt?“

„Ja, mein Freund, ich habe die Todlosigkeit erreicht.“

„Aber wie, mein Freund, habt Ihr die Todlosigkeit erreicht?“

„Gerade jetzt, Freund, habe ich den Ehrw. Assaji für Almosen in Rajagaha gehen sehen: anmutig in der Art, wie er kam und ging, vor und zurück schaute, seinen Arm einzog und ausstreckte; seine Augen nach unten geneigt, vollkommen in all seinen Bewegungen. Als ich ihn sah, kam mir der Gedanke auf: 'Sicherlich, von jenen in dieser Welt, die Arahants sind oder den Weg zur Arahantschaft betreten haben, ist dieser einer. Was wäre, wenn ich an ihn herantäte und ihn fragte: „Auf wessen Rechenschaft seid Ihr fort geschritten? Wer ist Euer Lehrer? In wessen Dhamma erfreut Ihr euch?'“

„Doch dann kam mir der Gedanke auf: 'Dies ist die falsche Zeit, um ihn zu fragen. Er geht um Almosen in der Stadt. Was wäre, wenn ich diesem Bhikkhu, der den Pfad für jene, die ihn suchen, gefunden hat, hinterher folgte?'

„Nachdem der Ehrw. Assaji um Almosen in Rajagaha gegangen war, ging er, die Almosen mit sich nehmend, die er erhalten hatte, wieder fort. Ich trat an ihn heran, und, angekommen, freundschaftliche Grüße ausgetauscht und mich in höflicher Unterhaltung betätigt, stand ich an einer Seite. Als ich dort stand, sagte ich: 'Eure Fähigkeiten sind strahlend, mein Freund, Euer Erscheinungsbild rein und klar. Auf wessen Rechenschaft seid Ihr fort geschritten? Wer ist Euer Lehrer? In wessen Dhamma erfreut Ihr Euch?'

“'Da ist, mein Freund, der Großartige Besinnliche, ein Sohn der Sakyas, von der Sakya-Familie fort gezogen. Ich bin auf Rechenschaft dieses Befreiten fort geschritten. Der Befreite ist mein Lehrer. Es ist in des Befreiten Dhamma, in dem ich mich erfreue.'

“'Doch was ist Eures Lehrers Lehre? Was verkündet er?'

“'Ich bin neu, mein Freund, nicht lange fort geschritten, erst kürzlich dieser Lehre und Disziplin beigetreten. Ich kann die Lehransicht nicht im Detail erklären, aber ich kann Euch das Wesentliche in Kürze wiedergeben.'

“'Sprich ein wenig oder viel, doch erzähle mir nur den Kern. Der Kern ist, was ich möchte. Was hätte viel Gerede für einen Nutzen?'

„Dann gab mir der Ehrw. Assaji diese Dhamma-Erklärung:

“'Was auch immer für Phänomene, durch Ursachen, aufkommen mögen: deren Ursache und deren Beendigung. So ist die Lehre des Tathagata, des Großartigen Besinnlichen.'“

Da kam Moggallana, dem Wanderer, während er diese Dhamma-Erklärung hörte, das staublose, makellose Dhamma-Auge auf: Was immer Gegenstand von Entstehung ist, ist alles Gegenstand der Beendigung.

Selbst, wenn nur dies das Dhamma ist, seid Ihr durchgedrungen zum Sorgenlosen (asoka) Zustand, ungesehen, übersehen (von uns) seit vielen Myriaden von Äonen. Mv.I.23.5

Anweisungen an Rahula

Ich habe gehört, daß der Befreite zu einem Anlaß nahe Rajagaha, im Bambushain, der Eichhörnchen-Futterstelle, verweilte.

Zu dieser Zeit befand sich der Ehrw. Rahula(14) am Mangofels. Dann ging der Befreite, sich aus seiner Zurückgezogenheit am späten Nachmittag erhebend, dort hin, wo sich der Ehrw. Rahula am Mangofels befand. Der Ehrw. Rahula sah ihn schon aus der Ferne kommen, und ihn sehend, richtete er einen Sitzplatz an, sowie Wasser zum Reinigen der Füße. Der Befreite setzte sich auf den angerichteten Sitzplatz, und niedergesetzt wusch er seine Füße. Der Ehrw. Rahula, sich vor ihm verneigt, setzte sich an eine Seite.

Dann sagte der Befreite, ein bisschen Wasser in der Wasserschöpfkelle belassend, zum Ehrw. Rahula: „Rahula, sieht Er das bisschen an Restwasser, das in der Wasserschöpfkelle verblieben ist?“

„Ja, Herr.“

„Das ist, wie wenig von einem Besinnlichen(15) zurück ist, in einem, der keine Scham hat, eine wohlerwoge Lüge zu erzählen.“

Das bisschen an Restwasser weg geschüttet, sagte der Befreite zum Ehrw. Rahula: „Rahula, sieht Er, wie dieses bisschen Restwasser weg geschüttet wird?“

„Ja, Herr.“

„Rahula, was immer da von einem Besinnlichen in einem, der keine Scham im Erzählen einer wohlerwogen Lüge fühlt, sein mag, wird weg geschüttet wie dies.

Nachdem die Wasserschöpfkelle umgedreht, sagte der Befreite zum Ehrw. Rahula: „Rahula, sieht Er, wie diese Wasserschöpfkelle umgedreht wird?“

„Ja, Herr.“

„Was immer da an einem Besinnlichen in einem, der keine Scham im Erzählen einer wohlerwogen Lüge fühlt, sein mag, wird umgedreht wie dies.“

Nachdem die Wasserschöpfkelle recht aufgedreht, sagte der Befreite zum Ehrw. Rahula: „Rahula, sieht Er, wie leer und ausgehöhlt diese Wasserschöpfkelle ist?“

„Ja, Herr.“

„Was immer da an einem Besinnlichen in einem, der keine Scham im Erzählen einer wohlerwogen Lüge fühlt, sein mag, ist leer und ausgehöhlt wie dies.“

„Rahula, es ist wie mit einem königlichen Elefanten: großartig, reinrassig, zu kämpfen gewohnt, seine Stoßzähne wie Wagenschwellen. In einen Kampf gezogen, benutzt er seine Vorderbeine und seine Hinterbeine, seine Vorderviertel und Hinterviertel, seinen Kopf, seine Ohren und Stoßzähne und seinen Schwanz, doch hält er seinen Rüssel einfach schützend zurück. Der Elefantenabrichter bemerkt dies und denkt: 'Dieser königliche Elefant hat sein Leben nicht für den König aufgegeben.' Doch wenn der königliche Elefant… in einen Kampf gezogen, seine Vorderbeine und seine Hinterbeine, seine Vorderviertel und Hinterviertel, seinen Kopf, seine Ohren und Stoßzähne, seinen Schwanz und seinen Rüssel benutzt, sieht dies der Abrichter und denkt: 'Dieser königliche Elefant hat sein Leben für den König aufgegeben. Da ist nichts, was er nicht tun würde.'

„In selber Weise behält es seine Wahrheit mit jemandem der keine Scham im Erzählen einer überlegten Lüge fühlt: Da ist kein Böses, sage ich Euch, das er nicht tun würde. Daher, Rahula, sollt Ihr Euch selbst üben: 'Ich werde keine wohlerwoge Lüge erzählen, nicht einmal im Scherz.'

„Was denkt Ihr, Rahula: Wozu ist ein Spiegel?“

„Zur Gegenbetrachtung, Herr.“

„In selber Weise, Rahula, sind körperliche Taten, verbale Taten und geistige Taten mit wiederholter Gegenbetrachtung zu tun.

„Wenn immer Ihr eine körperliche Tat vollziehen wollt, solltet Ihr diese gegenbetrachten: 'Diese körperliche Tat, die ich vollziehen will - würde sie zu Selbst-Leid führen, zum Leid für andere oder zu beidem? Ist sie eine ungeschickte körperliche Tat, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen?' Wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zu Leid für andere oder zu beidem führen würde; sie eine ungeschickte körperliche Tat wäre, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen, dann ist jede körperlichen Tat von dieser Art völlig unpassend für Euch zu tun. Aber wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie kein Leiden verursacht… sie eine geschickte körperliche Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen wäre, dann ist jede körperlichen Tat von dieser Art, für Euch passend zu tun.

„Während Ihr eine körperliche Tat vollzieht, solltet Ihr diese gegenbetrachten: 'Diese körperliche Tat, die ich vollziehe - führt sie zu Selbst-Leid, zum Leid für andere oder zu beidem? Ist sie eine ungeschickte körperliche Tat, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen?' Wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zu Leid für andere oder zu beidem führt… solltet Ihr sie aufgeben. Aber wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß diese nicht… mögt Ihr damit fortsetzten.

„Eine körperliche Tat vollzogen, solltet Ihr diese gegenbetrachten… Wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zum Leid anderer oder zu beidem geführt hat, dann solltet Ihr sie gestehen, aufdecken, sie vor Eurem Lehrer oder wissensfähigen Gefährten im heiligen Leben offen legen. Sie gestanden… solltet Ihr Beherrschung für die Zukunft üben. Aber wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie nicht zu Leiden geführt hat… sie eine geschickte körperliche Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen war, dann solltet Ihr geistig erquickt und freudvoll bleiben, Tag und Nacht in geschickten geistigen Qualitäten übend.

„Wenn immer Ihr eine verbale Tat vollziehen wollt, solltet Ihr diese gegenbetrachten: 'Diese verbale Tat, die ich vollziehen will - würde sie zu Selbst-Leid führen, zum Leid für andere oder zu beidem? Wäre sie eine ungeschickte verbale Tat, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen?' Wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zu Leid für andere oder zu beidem führen würde; sie eine ungeschickte verbale Tat wäre, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen, dann ist jede verbale Tat von dieser Art völlig unpassend für Euch zu tun. Aber wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie kein Leiden verursachen würde… sie eine geschickte verbale Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen wäre, dann ist jede verbale Tat von dieser Art, für Euch passend zu tun.

„Während Ihr eine verbale Tat vollzieht, solltet Ihr diese gegenbetrachten: 'Diese verbale Tat, die ich vollziehe - führt sie zu Selbst-Leid, zum Leid für andere oder zu beidem? Ist sie eine ungeschickte verbale Tat, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen?' Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zu Leid für andere oder zu beidem führt… solltet Ihr sie aufgeben. Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß diese nicht… mögt Ihr damit fortsetzten.

„Eine verbale Tat vollzogen, solltet Ihr diese gegenbetrachten… Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zum Leid anderer, oder beidem geführt hat, dann solltet Ihr sie gestehen, aufdecken, sie vor Eurem Lehrer oder wissensfähigen Gefährten im heiligen Leben offen legen. Sie gestanden… solltet Ihr Beherrschung für die Zukunft üben. Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie nicht zu Leiden geführt hat… sie eine geschickte verbale Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen war, dann solltet Ihr geistig erquickt und freudvoll verbleiben, Tag und Nacht in geschickten geistigen Qualitäten übend.

„Wenn immer Ihr eine geistige Tat vollziehen wollt, solltet Ihr diese gegenbetrachten: 'Diese geistige Tat, die ich vollziehen will - würde sie zu Selbst-Leid führen, zum Leid für andere oder zu beidem? Wäre sie eine ungeschickte geistige Tat, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen?' Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zu Leid für andere oder zu beidem führen würde; sie eine ungeschickte geistige Tat wäre, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen, dann ist jede geistige Tat von dieser Art völlig unpassend für Euch zu tun. Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie kein Leiden verursacht… sie eine geschickte geistige Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen wäre, dann ist jede geistige Tat von dieser Art, für Euch passend zu tun.

„Während Ihr eine geistige Tat vollzieht, solltet Ihr diese gegenbetrachten: 'Diese geistige Tat, die ich vollziehe - führt sie zu Selbst-Leid, zum Leid für andere oder zu beidem? Ist sie eine ungeschickte geistige Tat, mit schmerzvollen Nachwirkungen, schmerzvollen Ergebnissen?' Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zu Leid für andere oder zu beidem führt… solltet Ihr sie aufgeben. Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß diese nicht… mögt Ihr damit fortsetzten.

„Eine geistige Tat vollzogen, solltet Ihr diese gegenbetrachten… Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zum Leid anderer, oder beidem geführt hat, dann solltet Ihr sie gestehen, aufdecken, sie vor Eurem Lehrer oder wissensfähigen Gefährten im heiligen Leben offen legen. Sie gestanden… solltet Ihr Beherrschung für die Zukunft üben. Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie nicht zu Leiden geführt hat… sie eine geschickte geistige Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen war, dann solltet Ihr geistig erquickt und freudvoll verbleiben, Tag und Nacht in geschickten geistigen Qualitäten übend.

„Rahula, all diese Brahmanen und Besinnlichen im Verlauf der Vergangenheit, die ihre körperlichen Taten, verbalen Taten und geistigen Taten gereinigt haben, taten dies durch wiederholte Gegenbetrachtung ihrer körperlichen Taten, verbalen Taten und geistigen Taten, in genau dieser Weise.

„All diese Brahmanen und Besinnlichen im Verlauf der Zukunft, die ihre körperlichen Taten, verbalen Taten und geistigen Taten reinigen werden, werden dies durch wiederholende Gegenbetrachtung ihrer körperlichen Taten, verbalen Taten und geistigen Taten tun, in genau dieser Weise tun.

„All diese Brahmanen und Besinnlichen in der Gegenwart, die ihre körperlichen Taten, verbalen Taten und geistigen Taten reinigen, tun dies durch wiederholende Gegenbetrachtung ihrer körperlichen Taten, verbalen Taten und geistigen Taten, in genau dieser Weise.

„Deshalb, Rahula, solltet Ihr Euch selbst üben: 'Ich werde meine körperlichen Taten durch wiederholende Gegenbetrachtung reinigen. Ich werde meine verbalen Taten durch wiederholende Gegenbetrachtung reinigen. Ich werde meine geistigen Taten durch wiederholende Gegenbetrachtung reinigen.“

Das ist was der Befreite sprach. Befriedet erfreute sich der Ehrw. Rahula an den Worten des Befreiten. MN 61

Ob nun König Asoka diese Texte selbst ausgesucht hat, oder ob diese von seinem Mentor, dem Ehrw. Moggaliputta-tissa ausgesucht wurden, weiß keiner. Doch ist es dennoch möglich, aus diesen, unabhängig davon, ob sie nun von ihm stammen, auf das Einverständnis Asokas zu dieser Auffassung über das Dhamma, zurück zu schließen.

Einer der wichtigsten Punkte dieser Auswahl ist, daß Dhamma die Qualität einer Person ist, und nicht etwa Lehransichten oder Ideen. Die zentrale Passage in dieser Sammlung und ihre einzige ausführliche Dichtung, „Der Weise“, zeichnet ein Idealbild des Dhammas, verkörpert in Handlungen, Worten und Haltung einer Person, die sich darin übt. Nur wenn Dhamma die rechte Ausdrucksweise im Leben der Leute findet, wird es anhalten.

Die Sammlung zeigt auch etwas, wie die erzieherische Strategie Asokas gegenüber seiner Dhamma-Verwalter vielleicht gewesen sein mag, um seine Bürger, Buddhisten oder Nicht-Buddhisten, zu belehren und Dhamma zu einer Realität in ihrem Leben zu machen. Die Texte sind nicht in unwillkürlicher Weise aufgelistet. Vielmehr folgen sie einem Muster, um dem Zuhörer zuerst einen Eindruck zu vermitteln, daß die Ideale des Dhammas zeitlos und gut getestet sind, und daß diese so schnell, wie man nur kann, verwirklicht werden sollten. Dann erkundet die Sammlung das Ideal, indem sie ein Bild davon, in Handlung, präsentiert, und endet mit den grundlegenden Prinzipien, um sie in die Praxis umzusetzen.

Der Titel des ersten Abschnittes, das Vinaya samukase, wird in den Kommentaren wie folgt erklärt: „Samukase“ bedeutet, daß die Gesetzmäßigkeiten in sich selbst wahr sind und aus ihrem eigenen Antrieb heraus etabliert. Ob nun ein Buddha erscheinen mag, um sie aufzuzeigen, oder nicht, sind diese an sich und für sich wahr.

Der zweite Abschnitt, „Die Gepflogenheiten der Noblen“, bringt die Zeitperspektive mit hinein, die ein wiederkehrendes Thema in der gesamten Sammlung Asokas darstellt. Er blickt zurück auf die Vergangenheit, um zu zeigen, wie ehrwürdig, lange erprobt und rein die Gepflogenheiten des Dhammas sind. Auch spielt der Abschnitt auf die Auffassung der Tradition einer edlen Familie „unverfälscht, nicht offen für Verdächtigung“ an, die im antiken Indien sehr wichtig war. Der Text spielt selbst mit Worten: Die Familientradition würde so angesehen, daß sie jenen, die ihr folgen, ermöglicht, ihre Feinde zu besiegen (ari), während die von Buddha gelehrte edle Tradition, einem das Überwinden des eigenen wahren Feindes ermöglicht, Unbehagen (arati) im Geist.

Von der Vergangenheit abwendend in die Zukunft blickend, präsentiert der dritte Abschnitt, die vier Lehrreden über zukünftige Gefahren wiedergebend, eine Warnung. Die Praxis des Dhammas sollte nicht auf einen späteren Zeitpunkt aufgeschoben werden, da es keinerlei Sicherheit gibt, daß die Zukunft die Möglichkeit zur Praxis geben wird. Zuerst sind da die Gefahren von Tod, Altern, Krankheit, Hungersnot und sozialen Unruhen im eigenen Leben. Zweitens sind da die Gefahren in der Degeneration der Religion, wenn jene, von denen man annimmt, daß sie praktizieren, die noblen Gepflogenheiten und die Lehren ignorieren und Anstelle unziemliche und unpassende Dinge, schlicht für materielle Bequemlichkeiten, tun. Der Augenmerk dieser Zusammenstellung in diesem Abschnitt ist sicherlich, einen Eindruck von Dringlichkeit für die eigene Praxis zu geben, sodaß man eine Anstrengung unternehmen mag, die Gelegenheit der Lehren zu nutzen, solange man dies noch kann.

„Der Weise“, das Thema der Gefahren beiseite legend, geht daran, ein Ideal der inneren Sicherheit in der Gegenwart, ein Ideal, verkörpert im Leben jener, die diese Religion in ihrer Gänze bereits praktiziert haben, darzustellen. Es zeigt die Handlungen und Haltungen von jemandem, der sein Glück nicht in Beziehungen - und dem Hausbau und der Nahrungserwerb (welche im Buddhismus als Symbole für die Runden des Todes und der Wiedergeburt angesehen werden) - findet, sondern in einem Frieden, der aus dem Leben in eines zurückgezogenen Lebensweise kommt, fortbestehend an was immer man an Almosen bekommt, frei, um in der Wildnis zu meditieren.

Der nächste Abschnitt, Klugheit, ergründet dieses Ideal in den drei Qualitäten, in Körper, Sprache und Geist; und der sechste Teil zeigt das Ideal in Ausführung: Der Ehrw. Assaji inspiriert, einzig durch seine Anmut im Verhalten, Sariputta, den Wanderer, ihm zu folgen und mit ein paar gutausgesuchten Worten, ermöglicht er es Sariputta, einen flüchtigen Eindruck von der Todlosigkeit zu erreichen. Dies ist damit kein leeres Ideal.

Diese Passage enthält auch, was schon lange als die kürzeste Ausdrucksform der Vier Edlen Wahrheiten - Leiden, sein Grund, seine Beendigung und der Pfad zu seiner Beendigung - angesehen wird, sowie die Lehrrede über Klugheit auch eine der knappsten Ausdruckweisen des Zieles der eigenen Übung in Handlungen mit Körper, Sprache und Geist, enthält.

Der letzte Abschnitt zeigt, wie man zu diesem Ziel kommt, indem man sich auf die Entwicklung von zwei Eigenschaften - Aufrichtigkeit und stetes Reflektieren - konzentriert, welche in jeder Stufe der Praxis grundlegend bleiben. Auch wenn sich die vorhergehenden Abschnitte auf den Mönch als ein Ideal konzentrieren, zeigt dieser, daß die Praxis auf etwas aufbaut, das jeder, Laie oder Klösterlicher, Mann, Frau oder Kind, in sich selbst entwickeln kann. Auch endet es mit einer Rückkehr zum Thema Zeiten und die Zeitlosigkeit des Dhammas: Wer auch immer in der Vergangenheit, der Zukunft oder in der Gegenwart Reinheit, oder Klugheit, in Gedanken, Worten und Taten entwickelt, wird es in dieser Weise tun müssen, und dies ist der einzige Weg. Da besteht kein anderer.

Es ist möglich, in Asokas Sammlung nach einem Abschnitt zu suchen, der vielleicht eine persönliche Bedeutung für ihn gehabt haben mag (…der Bezug zur Todlosigkeit als der sorgenfreie (asoka) Zustand; das Bildnis eines Pfaus, das Wappen seine Dynastie; das Bildnis vom Elefanten, der sein Leben für den König gibt…), doch er selbst hätte es wohl mehr vorgezogen, daß Buddhisten, die über diese Abschnitte nachsinnen, sehen, welche Passagen wohl für sie selbst eine Bedeutung haben. Der Umstand, daß Dhamma heute am Leben ist, ist nicht zu einem kleinen Maße seiner Anstrengung zuzuschreiben. Buddhisten von heute können seine Arbeit weiterführen, indem sie ausführen, was er erbeten hatte: Vielmaliges Lesen und Nachsinnen über diese Sammlung und beständiges Anwenden der Gesetzmäßigkeiten der Aufrichtigkeit und Selbstbetrachtung in ihren eigenen Leben.

Anmerkungen

<dl>

1.

Gefahren der Innigkeit: Begierde und Ansichten.

2.

Staub: Zuneigung, Abneigung und Unwissenheit.

3.

Boden, Samen und Lebensmark: Die Khandhas (Körper, Gefühle, Vorstellung, Gedankenformationen und Bewußtsein), Sinnessphären und Elemente aus dem Boden in welchem die Samen für konstuktives Bewußtsein wachsen - das Bewußsein, daß sich in einen Zustand eines Wesens und Geburt entwickelt. Das Lebensmark dieses Samens ist Begierde und Ansichten.

4.

Behausung: Zustand des Werdens und der Geburt.

5.

Er baut nicht: Er gestaltet keinerlei gute oder schlechte Handlungen, die zum Aufkommen des Zustandes weiteren Werdens und Geburt führen.

6.

keine Ausflüsse mehr (asava): Er hat keine der Formen von Veruntrübungen - Sinnesbegierde, Ansichten, Zustände des Werdens oder Unwissenheit - die aus dem Geist „ausfießen“ und Anlaß für die Flut des Kreises an Tod und Geburt geben.

7.

Wie der Poller in einer Badefut: Das Cullavagga (V.l) beschreibt dies als einen unbeweglichen Pfeiler, der ziemlich hoch und tief im Boden eingegraben, in der Nähe von Badestätten steht und an welchem sich die Jungen Dorfbewohner und Boxer während des Bades ihre Körper reiben und sich ertüchtigen. Die „Extreme“ in denen andere sprechen (entsprechend den Kommentaren) sind Extreme von Lob und Kritik: Diese lassen den Weisen wie einen Poller unbewegt.

8.

Wie ein Weberschiff gerade: Einen Geist ohne Voreingenommenheit durch Vorzüge, Ablehnung, Unwissenheit oder Angst habend.

9.

Den Ton trifft und was nicht (sama und visama): In allen antiken Kulturen wurden die Terminologien der Musik genutzt, um moralische Qualitäten von Leuten und Handlungen zu beschreiben. Aus dem Akkord fallende Pausen oder schlecht gestimmte musikalische Instumente waren Gleichnisse von Schlechtem; gut in den Akkord passende Pausen und gut gestimmte musikalische Instumente waren Gleichnisse für Gutes. Im Pali beschreibt der Ausdruck sama - „eben (ausgeglichen)“ ein Intrument das den Ton trifft. Da gibt es die berühmte Passage wo Buddha Sona Kolivisa erinnert (er hatte seine Praxis überstrapaziert), daß ein geschmeidiger Ton nur dann aufkommt, wenn die Seiten weder zu stark noch zu lax gespannt, jedoch „eben“ gestimmt sind. Dieses Bild spiegelt ganz besonders die Lehren Buddhas über den mittleren Weg wieder. Es findet sich auch in der Bedeutung samana, ein Mönch oder Besinnlicher, wieder und dieses wird in den Texten oft als vom Wort sama abstammend beschrieben. Das Wort samañña „Ebenheit“, die Qualität gut gestimmt zu sein, beschreibt auch die Eigenschaft ein Besinnlicher zu sein. Dieses Konzept spielt in den Anweisungen an Rahula, darunter, eine große Rolle. Der wahre Besinnliche ist stets gut gestimmt mit dem was passend und gut ist.

10.

Berauschung: Die drei Berauschungen sind die Berauschung durch Jugend, guter Gesundheit und mit Leben.

11.

Ozean: Der Weg wie Veruntübungen an unwillkommene Bestimmungsorte führen (so drucken es die Kommentare aus).

12.

Flut: Die Flut von Veruntrübungen: Sinnesbegierde, Ansichten, Zustände des Werdens, Unwissenheit.

13.

So: Unveränderlich; von allem unberührt.

14.

Rahula: Buddhas Sohn, der entsprechend den Kommentaren, sieben Jahre alt war, als er diese Lehrrede bekommen hat.

15.

Samañña: die Qualität ein Besinnlicher zu sein (samana). Beide Worte stammen von dem Eigenschaftswort sama abe, welches „eben“ oder „zum Ton passend/gestimmt sein“ bedeutet. Für eine Ausführung in wie weit ein Besinnlicher „gestimmt“ ist, siehe n. 9.

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de/lib/authors/thanissaro/asoka.txt · Zuletzt geändert: 2019/08/14 09:33 von Johann